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Die beste Gitarre für dich – Meine Empfehlung 2019

Sebastian (Online-Redakteur) 12.911 Aufrufe

Hier findest du meine Empfehlung zu Gitarren für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder. Bevor du viel Geld dafür ausgibst, solltest du dich mit dem Thema auseinandersetzen (siehe die wichtigsten Fragen). Dann wirst du auch viele Jahre mit Freude deine neue Gitarre spielen!

Was für eine Gitarre suchst du?

Häufig gestellte Fragen:

Gitarre für Anfänger

Die Gitarre gehört zweifellos zu den beliebtesten Musikinstrumenten überhaupt. Gitarren sind einfach zu transportieren, bieten frühe Erfolgserlebnisse und machen in fast allen Stilrichtungen eine gute Figur. Konzertgitarren, also akustische Gitarren klassischer Bauart, eignen sich am besten für den Einstieg. Die Hälse dieser Gitarren sind breiter als die der Westerngitarren. Vor allem Anfängern erleichtert dies ein sauberes Greifen. Zudem werden bei diesen Instrumenten Nylonsaiten verwendet. Sie schonen die Fingerkuppen und besitzen eine geringere Grundspannung als Stahlsaiten, was das Spielen einfacher macht.

Da jede Gitarre ein handwerklich äußerst anspruchsvolles Instrument ist, sollte man von vornherein auf eine gute Bespielbarkeit achten. Sie muss nicht nur gut klingen, sondern auch bundrein sein, die Saiten sollten nicht zu hoch oder zu eng am Hals anliegen und die Mechaniken müssen zuverlässig die Stimmung halten.

Ein erstklassiges und zuverlässiges Einsteigermodell ist zum Beispiel die Ortega Guitars R121-3/4 Konzertgitarre.
Gitarre für Anfänger

Gitarre für Fortgeschrittene

Für Gitarrenspielerinnen und -spieler ist die Westerngitarre eine wunderbare Alternative zum Konzertmodell. Bei der Form des Korpus, dem Balkensystem und den oftmals äußerst dekorativen Intarsien, richten sich fast alle Hersteller noch immer nach den Entwürfen von Christian Frederick Martin aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein weiterer bekannter Designer war Orville Gibson, der ebenfalls im 19. Jahrhundert die ersten Gitarren mit gewölbter Decke herstellte. Bei Westerngitarren werden statt Nylonsaiten Stahlsaiten verwendet.

Einen großen Unterschied zur Konzertgitarre bildet das Griffbrett der Westerngitarre. Es ist schmaler, sodass man beim Spielen auch den Daumen der Greifhand verwenden kann. Während das Griffbrett einer Konzertgitarre am Sattel ca. 5 cm misst, ist es bei der Westerngitarre meistens nur 4,3 cm breit. Ausnahmen bilden hier die Gitarren für Fingerstyle-Artisten. Hier sind die Griffbretter etwa 4,6 cm breit. Das Griffbrett ist mit Inlays bestückt. Diese Inlays helfen bei der Orientierung und befinden sich meistens im 3., 5., 7., 9., 12., 15. und 17. Bund. Der Hals einer Westerngitarre beinhaltet einen Stahlstab, der zum einen für mehr Stabilität sorgt, zum anderen ermöglicht, die Halskrümmung zu verändern.

Am Anfang haben gerade Anfänger oft Schwierigkeiten wegen des schmalen Halses und greifen leicht einmal die falsche Saite. Aber man gewöhnt sich schnell daran und dann überwiegen die Vorteile.

Ein sehr gutes Modell ist zum Beispiel die Framus FR FF 14 M VS CE Legacy Folk Cutaway.
Gitarre für Fortgeschrittene

Gitarre für Kinder

Für Kinder sind vor allem Konzertgitarren mit Nylonsaiten zu empfehlen, da Stahlsaiten zu sehr in die Fingerkuppen schneiden können. Zudem lernen sie mit einer Konzertgitarre eine exaktere Grifftechnik. Aber auch der Umstieg von einer Konzert- zu einer Western- oder E-Gitarre fällt leichter, als anders herum.

Der europäische Gitarrenlehrerverband empfiehlt für jedes Alter und jede Körpergröße sehr genaue Maße vom Steg bis zum Sattel. Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahre und einer Körpergröße bis 115 cm sollten auf einer Gitarre spielen, die von Steg bis Sattel nicht mehr als 44 cm misst. Für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahre und eine Größe von 1 bis 1,30 Meter eignet sich das Maß von 48 cm. Von 7 bis 9 Jahre und einer Körpergröße 120 bis 135 cm sind es 53 cm und 10 bis 13-Jährige mit einer Größe von 130 bis 150 cm sollten auf einer Gitarre spielen, die von Steg bis Sattel 58 cm misst.

Auch eine Kindergitarre ist ein vollwertiges Instrument. Als Richtlinie kann man davon ausgehen, dass jede Gitarre unter 100,- Euro nur ein Spielzeug sein kann, aber kein Musikinstrument.

Als sehr gut erwiesen hat sich zum Beispiel die Betzold 84670 Akustische Gitarre.
Gitarre für Kinder

Gitarre für Verrückte

Ob jung oder alt, alle wissen etwas mit dem Namen B.B. King anzufangen. Diesem großen Bluesgitarristen und Sänger zollt Gibson mit seiner Lucille Semi-Hollow den ihm gebührenden Tribut. Entstanden ist eine der markantesten Signature-Gitarren der Welt.

Diese schon legendäre Halbresonanzgitarre besticht mit dualer Humbucker-Bestückung, einem Stereoausgang und dem berühmten Varitoneschalter. Verzichtet wurde auf die für Semi-Hollow-Gitarren typischen F-Löcher. Stattdessen wartet sie mit weiteren interessanten Details auf. Für den klassischen 57-Sound sorgen der 490T Humbucker in der Bridge-Position und der 490R am Hals, die für Power in den Mitten und viel Charakter im angezerrten Bereich sorgen.

Immer noch faszinierend ist der Varitone-Schalter, der für den für B.B. King typischen Sound sorgt. Sechs Schalterstellungen sorgen für ein vielfältiges Klangbild, vom gedämpften Woman-Tone bis zum ungetrübten Trebble-Sound. Zusätzlich lassen sich die Tonabnehmer dank getrennter Stereoausgänge separat regulieren. Neben der verlässlichen Tune-o-Matic Brücke wird bei der B.B. King Lucille auf ein TP-6 Tailpiece gesetzt, dass ein perfektes Feintuning ermöglicht. Diese Gitarre ist einfach ein akustisches und optisches Meisterstück; sie zu spielen, ein unvergessliches Erlebnis.

Und wer jetzt seine Neugier gar nicht mehr zügeln kann, sollte sich die B.B. King Lucille Cherry mal genauer ansehen.
Gitarre für Verrückte

Wie erkenne ich eine gute Gitarre?

  1. Herstellungsfehler
    Zuerst sollte vor dem Kauf einer Gitarre das Instrument auf Herstellungsfehler überprüft werden. Anbauteile wie zum Beispiel der Steg bei einer akustischen Gitarre müssen gut angeleimt sein. Auch der Übergang von Korpus zu Hals muss genau überprüft werden. Geschraubte Hälse müssen fest in der Halstasche liegen und geleimte Hälse sollen perfekt und sauber ausgerichtet angebracht sein.

    Über die Beschaffenheit der Oberfläche erhält man einen ersten Eindruck darüber, wie gewissenhaft das Instrument gefertigt wurde. Sollten hier Fehler in der Lackierung zu erkennen sein oder in der allgemeinen Beschaffenheit der Hölzer Unsauberkeiten auftauchen, sollte sich nach einem anderen Instrument umgeschaut werden. Sollte das Instrument einen hohen Preis haben, dürfen Fehler im Lack und in der Ebenheit der Hölzer nicht auftreten.

  2. Werkseinstellung
    Ohne Frage ist eine gute Werkseinstellung ausschlaggebend. Die Gitarre sollte von Beginn an spielbereit eingestellt sein. Dazu gehört auch die Beschaffenheit der Bünde. Wenn die Bundstäbe nicht sauber poliert wurden, kann ein sauberes Greifen und schnelles Gleiten über die Bünde fast unmöglich gemacht werden. Zudem müssen die Bundstäbe eine einheitliche Höhe aufweisen und dürfen niemals über die Ränder des Griffbretts hinausragen.
  3. Intonation
    Ein weiterer Punkt ist die Intonation. Dazu vergleicht man bei jeder Seite den Ton im zwölften Bund als Flageolett (hierbei wird die Saite nicht hinuntergedrückt, sondern nur leicht über dem zwölften Bundstab berührt) und als gegriffenen Ton. Treten dabei Abweichungen auf, muss die Gitarre neu eingestellt werden. Bei hochwertigen Instrumenten dürfen diese Differenzen ab Werk nicht auftreten. Niemals sollte jedoch eine Gitarre erworben werden, auf der die Bünde nicht exakt in der richtigen Position auf dem Griffbrett platziert sind.
  4. Holzarten
    Den Klang und das ganze Potenzial einer Gitarre wird maßgeblich von den verwendeten Hölzern bestimmt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der gesamte Korpus einer Gitarre von einer massiven Decke bedeckt sein muss. Durch diese Decke werden die Schwingungseigenschaften bestimmt. Noch besser ist es natürlich, wenn das komplette Instrument aus massiven Hölzern gefertigt ist. Ob man selbst Fichten- oder Zedernholz bevorzugt, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Auch hier sollte aus einer größeren Auswahl getestet werden.

    Bei E-Gitarren haben sich unterschiedliche Holzarten etabliert. Esche und Erle werden für Instrumente verwendet, die eher einen spritzigen Sound haben sollen. Satter klingende Instrumente werden meistens aus Mahagoni gefertigt. Die Griffbretter bestehen meistens aus Ahorn, Mahagoni oder Palisander. Wurde die Gitarre aus diesen Hölzern gefertigt, ist dies ein Zeichen dafür, auf dem richtigen Weg zu sein. Seit einiger Zeit sind auch exzellente Gitarren aus Grafit auf dem Markt. Auch hier gilt es, eins solches Instrument sorgfältig zu testen. Welche Hölzer für den Instrumentenbau verwendet werden dürfen, regelt das CITES Artenschutzabkommen.

  5. Schwingungseigenschaften
    Kommen wir nun zu den Schwingungseigenschaften. Hier müssen die Ohren gespitzt und gelauscht werden, wie die einzelnen Töne und Akkorde ausklingen. Gibt es Töne, die im Zusammenspiel aller Saiten untergehen oder dominieren? Schwingen die Saiten gleichmäßig aus oder bleibt ein Ton zurück? Wie reagiert das Instrument bei einem sehr sensiblen Spiel und wie kräftig darf es angeschlagen oder gezupft werden? Wer hier noch ungeübt ist, sollte einen erfahrenen Spieler zurate ziehen.
  6. Hardware
    Nicht zuletzt muss zudem die Hardware jeder Gitarre allen Anforderungen genügen. Hierzu gehören neben dem Sattel und dem Steg natürlich auch die Mechaniken, die zuverlässig in ihrer Position bleiben müssen und nicht wackeln dürfen.
  7. Potis und Pickups
    Bei E-Gitarren kommen noch die Potis und Pickups hinzu. Alle Pickups müssen sauber abgeschirmt sein. Eine Ausnahme bilden hier lediglich die klassischen Single-Coil Tonabnehmer, die grundsätzlich anfälliger für Störungen und Einstreuungen sind.
  8. Akustik oder e-Gitarre für Anfänger?

    Meistens hört man, dass das Gitarrespielen grundsätzlich auf einer Akustikgitarre gelernt werden sollte. Wer jedoch von Anfang an weiß, dass die E-Gitarre das Ziel aller Bemühungen sein wird, kann gleich mit dem elektrischen Modell beginnen.

    Und doch schadet es nichts, mit der Akustikgitarre anzufangen. Sie bietet eine größere Vielfalt und zwingt einen zum sauberen Spiel. Zudem ist der Umstieg von einer akustischen zur elektrischen Gitarre einfacher, als anders herum.

    Die gilt vor allem für jüngere Anfänger. Wer schon älter ist und hauptsächlich Lust dazu hat, es mal richtig Krachen zu lassen, ist mit einer E-Gitarre gut bedient. Das Lernen eines sauberen Spiels ist auf einer solchen Gitarre jedoch schwieriger.

    Was brauche ich für Zubehör?

    1. Gitarrenständer und Wandaufhängungen
      Zuerst muss das Instrument zum Beispiel immer sicher untergebracht sein. Zu Hause eignen sich Gitarrenständer oder spezielle Wandaufhängungen. Für den Transport hat man die Wahl zwischen Taschen und Koffern. Hier sollte man nach den eigenen Plänen auswählen.
    2. Kapodaster
      Kapodaster, von denen es sehr viele unterschiedliche Bauformen gibt, erleichtern das Spielen in verschiedenen Tonlagen, ohne komplett andere Fingerstellungen verwenden zu müssen, die dann auch einen anderen Klang ergeben können.
    3. Fußbänke
      Klassikgitarristen sieht man oft Fußbänke verwenden, die ihnen eine sichere und bequeme Spielhaltung bieten.
    4. Saiten
      Je nach Gitarrenmodell sollten andere Saiten verwendet werden. Grundsätzlich sollten Western- und E-Gitarren nur mit Stahl- und Konzertgitarren mit Nylonsaiten versehen werden. Alles Weitere ist oft Geschmacks- und Erfahrungssache.
    5. Sonstiges
      Weiteres Zubehör sind natürlich noch Plektren in unterschiedlichen Stärken, Daumen- und Fingerpicks, Bottlenecks aus Stahl oder Plexiglas für Blues und Rock.
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