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Welche E-Gitarre soll ich kaufen? Meine Empfehlung 2021

Du findest hier eine passende E-Gitarre für Anfänger, Fortgeschrittene oder Kinder. Weiter unten habe ich die wichtigsten Informationen unter „häufig gestellte Fragen“ zu E-Gitarren und Zubehör für dich zusammengefasst.

Was für eine E-Gitarre suchst du?

Häufig gestellte Fragen:

E-Gitarre für Anfänger

Als erstes Instrument eine E-Gitarre? Ja, das geht! Auch wenn es früher immer hieß, dass man erst lernen, eine Konzertgitarre zu spielen und erst darauf aufbauen kann, gibt es durchaus Gründe, direkt mit der E-Gitarre anzufangen. Die E-Gitarre erfordert oft spezielle Spieltechniken, mit denen auch Übungsstücke der klassischen Musik sowie das Spielen mit offenen Akkorden gemeistert werden können.

Die Bandbreite einer E-Gitarre ist absolut beeindruckend. Ob Rock oder Pop, Blues, Jazz oder Country – möglich ist alles. Und wer sich einige der besten Gitarristen anhört, entdeckt oft klassische Elemente, die nicht nur erstklassig gespielt, sondern dazu noch mit Variationen versehen werden, die selbst studierte Konzertgitarristen in Staunen versetzen. Es spricht also nichts dagegen, mit einer E-Gitarre zu beginnen.

Wer sich aber noch nicht ganz schlüssig ist und sein Talent noch nicht vollständig entdeckt hat, sollte nicht gleich zu einer Gitarre der höheren Preisklassen greifen. Auch bei E-Gitarren für Anfänger ist die Auswahl an Bauformen und Farben riesig. Ob ST-Modelle, wie die durch Eric Clapton oder David Gilmour zur Berühmtheit gelangte Fender Stratocaster, das T-Modell, das so vielseitig in der Country Musik aber auch im Jazz Verwendung findet, den Single-Cut Modellen, wie die Les Paul von Gibson, die Slash so perfekt beherrscht oder auch die Double Cut, wie die SG von Gibson, ohne die AC/DC um ein Markenzeichen weniger wäre. Hinzu kommen noch Hollowbody-Gitarren, wie die legendäre White Falcon von Gretsch sowie reine Jazzgitarren und die ganzen Sondermodelle der Heavy Metal Szene.

Wichtig ist, dass sich auch die günstigen Alternativen für Anfänger gut spielen lassen. Gerade zu Beginn, möchte niemand durch zu hoch liegende Saiten schmerzende Fingerkuppen oder unzuverlässige Mechaniken, die das Instrument immer wieder verstimmen lassen.

Empfehlenswert ist bei der ersten Anschaffung einer E-Gitarre auch, sich gleich ein komplettes Set inklusive Verstärker, Tasche, Gurt und Stimmgerät zuzulegen. So kann man ohne großen Aufwand sofort im eigenen Heim loslegen.

Eines dieser wirklich guten Sets für Anfänger ist zum Beispiel dieses Slash Performance Pack von Epiphone. Es beinhaltet die solide Gitarre Epiphone AFD Special-II mit einem Mahagonikorpus und einem guten Tonabnehmer. Der Slash Snakepit-15 Gitarrenverstärker ist für Anfänger ebenfalls vollkommen ausreichend. Im Set befinden sich noch ein Gigabag (Tasche), Gurt, Kabel und Plektren. So kann man sofort mit dem Spielen loslegen.

E-Gitarre für Fortgeschrittene

Wer schon längere Erfahrungen mit der E-Gitarre hat, wird genau wissen, in welchem Bereich er sucht. Sehr viel hängt von der bevorzugten Spielrichtung ab. Wer öfter einen Clean-Sound haben möchte, bevorzugt wahrscheinlich Single-Coil Tonabnehmer und wer den harten rockigen Anschlag liebt, greift eher zu Modellen mit Humbucker Tonabnehmern.

Ähnlich verhält es sich mit der Stärke und der Form der Hälse. Viele Solisten lieben die dünne C-Halsform der Fender, andere das kräftigere D einer Gibson. Für den good old Rock’n Roll eignen sich hervorragend die Hollowbodys von Gretsch und für den Countrysound eine Telecaster von Fender mit ihrem unvergleichlichen „Twang“.

Einige Gitarristen würden niemals auf den Vibratohebel verzichten wollen. Andere verspotten dieses mechanische Effektgerät als reine Hilfe für Solisten, die öfter einmal einen halben Ton zu tief oder zu hoch greifen.

Wer Jazz spielt und nichts anderes, für den gibt es keine Alternative zur reinen Jazzgitarre. Hinzu kommen die 7-, 8- oder 12-saitigen Gitarren, die Baritone-Gitarren für Fans des harten und düsteren Stils. Immer häufiger sieht man heute auch die Fanfret-Gitarren, bei denen durch eine genau errechneten Schräglage der Bundstege der Klang jeder einzelnen Saite optimiert wird.

Für welche Gitarre sich fortgeschrittene Musiker entscheiden, hängt also stark von dem persönlichen Geschmack aber auch vom Körperbau des Gitarristen ab. Dünne Hälse sind für einige Gitarristen leichter zu greifen, andere lieben es handfester. Manchen sind Gitarren mit einem Gewicht von fast fünf Kilogramm zu schwer und sie greifen dann zu schmalen Instrumenten aus leichtem Holz, während andere das schwere Instrument zum schweren Sound bevorzugen.

Wie bereits erwähnt ist die Vielfalt auf dem Markt der E-Gitarren so reichhaltig, dass für jeden noch so speziellen Wunsch das richtige Instrument zu finden ist.

Ein für fortgeschrittene Gitarristen sehr bewährtes Instrument ohne große Showeffekte, sondern handfest, ehrlich und zuverlässig ist seit gut 70 Jahren produzierte Telecaster von Fender. Mit einem Erlenkorpus und einem Ahornhals im Zusammenspiel mit dem 2 New Player AlNiCo V Single Coils Tonabnehmer erzeugt diese E-Gitarre einen kräftigen Klang, der in vielen Genres einsetzbar ist. Die Telecaster ist von Werk aus gut eingestellt und direkt spielbar.

E-Gitarre für Kinder

Es ist doch selbstverständlich, dass auch unsere Jüngsten häufig den Wunsch äußern, eine E-Gitarre spielen zu wollen. Diese Instrumente sind halt viel imposanter als Blockflöten und viel cooler als Geigen, wobei bestimmt nichts gegen diese wunderbaren Instrumente gesagt werden soll. Eine E-Gitarre bringt aber einfach mehr Image, hat etwas Verwegenes und trägt noch immer ein wenig das Attribut des Ungehorsams. Wollen wir das unseren Töchtern und Söhnen nicht gönnen?

Dabei können Kinder wunderbar und hoch motiviert die wichtigsten Grundsätze der Kompositionslehre spielerisch in sich aufnehmen, üben sich wie bei jedem anderen Instrument auch in Konzentration und Ausdauer. Es spricht also absolut nichts dagegen, der eigenen Tochter oder dem eigenen Sohn eine E-Gitarre zu besorgen. Und seien wir mal ehrlich: Ist es nicht auch von Vorteil, zu wissen, wo das eigene Kind sich aufhält? Wenn die Nachkömmlinge erst einmal ihr Instrument mit dem Verstärker verbunden haben und an dem Gain-Schalter herumexperimentieren, ist ihr Aufenthaltsort bekannt. Das Gute an einer E-Gitarre ist jedoch, dass sie sich sehr viel leiser stellen können, als ein akustisches Instrument, das oftmals nur zwei Lautstärken kennt: laut oder gar nicht.

Es versteht sich von selbst, dass man für Kinder auf E-Gitarren zurückgreifen muss, die deren Körpergröße entsprechen. Gewöhnlich ist die 3/4-Größe bei E-Gitarren genau richtig. Falsch wäre es aber, ein bloßes Spielzeuginstrument zu kaufen. Auch E-Gitarren für Kinder müssen mit guten Tonabnehmern bestückt sein, sollen stabile und zuverlässige Mechaniken besitzen und eine gute Saitenlage vorweisen. Sonst wird sich jedes Kind schon bald enttäuscht von seiner E-Gitarre abwenden. Und selbstverständlich sollte das Instrument auch nicht so aussehen, als käme es aus einem Spielzeugladen. Wenn Kinder rocken wollen, dann wollen sie keine Püppchen, Teddys oder Fabelwesen, sondern genau das, was den Helden der Rockbühne gebührt. Ein echtes Instrument, wie sie es von ihren Idolen kennen.

Eine sehr gute E-Gitarre für Kinder ist diese Ibanez in 3/4-Größe. Die Modelle sind stimmstabil und erstaunlich bundrein. Beim ersten Spielen sollte ein Erwachsener die Gitarre gut einstellen, da die Werkseinstellung zu wünschen übrig lässt. Ansonsten handelt es sich um eine robuste E-Gitarre mit einem ordentlichen Klang.

E-Gitarre für Verrückte

Es gibt Enthusiasten, Puristen, Ästheten und es gibt Verrückte. Dabei schließt niemals das eine das andere aus. Es gab schon immer Spitzengitarren, auf die viele berühmte Künstler schwörten. Sei es die Lucille von B. B. King, die Stratocaster von Clapton oder Golmour, die Gretsch White Falcon, die nicht nur George Harisson, Stephen Stills, Bono oder Martin Gore von Depeche Mode fasziniert.

Und es gab auch schon immer so faszinierende Sondermodelle wie die Gitarren von Prince vom deutschen Gitarrenbauer Jens Ritter oder die fast unerschwingliche Princess Marcel Dadi’s des französischen Gitarrenbauers Franck Cheval.

Für diese ganz besonderen Modelle können schon einmal schnell fünfstellige Beträge die Besitzer wechseln. Aber so viel Geld muss man nicht in die Hand nehmen, wenn man sich eine ganz besondere oder verrückte E-Gitarre anschaffen möchte.

Verrückt ist die extrem leichte Strandberg Boden aus Schweden. Eine E-Gitarre ohne Kopf und mit einer Bauform sowie einer perfekt kalkulierten Saitenlage, die besonders Solisten ein sehr schnelles Spiel ermöglicht. Und optisch passt diese Gitarre wunderbar in den düsteren Metall des hohen Nordens. Mit dem Tonabnehmer Suhr SSV Humbucker kann ein fantastischer Klang erzeugt werden, der vielseitig in einigen Genres eingesetzt werden kann.

Wie erkenne ich eine gute E-Gitarre?

Es gibt viele technische Details, an der man eine gute Gitarre erkennen kann. Dazu gehören zum Beispiel hochwertige Tonabnehmer, stabile und zuverlässige Mechaniken, eine saubere Saitenlage, die weder zu hoch, noch zu niedrig sein darf. Aber bei allen wichtigen technischen Bedingungen muss die Verarbeitung stimmen.

Da hilft es nichts, man muss das Instrument in die Hand nehmen und auf Herz und Nieren prüfen. Selbst Fehler im Lack eines sonst ausgezeichneten Instrument können ein Zeichen dafür sein, es mit einem Montagsmodell zu tun zu haben.

Wichtige Fragen beim ersten Anspielen der E-Gitarre:

Oft reicht es nicht, ein Instrument einmal im Laden zu testen. Ob man es mit einem wirklich guten Instrument zu tun hat, erkennt man oft erst, wenn man möglichst viele Stilrichtungen auf ihm probiert hat. In den meisten Online-Shops hast du ein 30-tägiges Rückgaberecht und kannst die neue E-Gitarre zu Hause in Ruhe ausprobieren.

Die von mir empfohlenen Instrumente erfüllen diese Kriterien. Hier für Anfänger, Fortgeschrittene, Kinder und Verrückte.

Was benötige ich für Zubehör?

Oft werden die Saiten nicht als Zubehör betrachtet, da keine Gitarre ohne Saiten einen vernünftigen Ton von sich geben könnte. Aber oft sind die Saiten, mit denen die Gitarren ausgeliefert werden, nicht unbedingt die, die man auch bevorzugt. Es ist also gut, wenn man von vornherein mindestens einen Satz seiner Lieblingssaiten vorrätig hält. Doch wie findet man diese? Da hilft nur ausprobieren! Viele Gitarristinnen und Gitarristen schwören auf die Saiten von Ernie Ball. Ein beliebtes Modell sind die Ernie Ball 2221 Regular Slinky mit einer Stärke von .010 bis .046. Sie sind sehr langlebig und haben kaum Korrosion. Ein guter Start, um seine eigenen Lieblingssaiten zu finden.

Eine Sammlung an Plektren oder Picks in unterschiedlichen Stärken ist obligatorisch. Jeder weiß, dass diese kleinen Dinger Beine haben und einfach immer wieder verschwinden. Auch bei den Plektren existieren so viele unterschiedliche Stärken und Modelle, dass Anfänger erst mal die Lieblingsauswahl je nach Spielart finden müssen. Dazu eignet sich ein günstiges Set mit verschiedenen Plektren am besten. Die Favoriten können dann einzeln nachgekauft werden. Das Dunlop Electric Pick Variety Pack bietet eine gute Auswahl an verschiedenen Plektren für E-Gitarren.

Dann ist da natürlich der Gurt. Nicht zu lang, nicht zu kurz und so verarbeitet, dass er sich gut am Instrument anbringen lässt und nicht von der Schulter rutscht. Wichtig ist, dass die Länge individuell einstellbar ist. Das Unternehmen Fender hat einige gute Gurte im Sortiment. Alle sind Längenverstellbar und bislang hatte ich noch keinen schlecht verarbeiteten Fender-Gurt in der Hand. Ich finde den Fender Monogramm Bassgurt BYB sehr schick. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Auch Puristen kommen an einem Effektgerät nicht vorbei. Zumindest Chorus und ein wenig Hall sollte es können. Wichtig ist ein Pedal, damit man beim Spielen die Effekte genau dosieren kann. Ein gutes Multieffektpedal für E-Gitarre ist das Harley Benton DNAfx GiT. Es handelt sich um ein Einsteigermodell mit vielen Funktionen und einer einfachen Bedienung. Reicht Hobbyspielern vollkommen aus. Für ambitioniertes Spieler gibt es eine große Auswahl an Effektgeräte, die dann bei den Kosten im vierstelligen Bereich anzusiedeln sind. Ich empfehle daher mit dem günstigen Modell von Harley Benton zu beginnen.

Und ganz klar ist doch, dass kein Instrument ohne Koffer oder Tasche transportiert werden sollte. Deine E-Gitarre sollte immer sicher verstaut werden. Kein Schmuckstück, aber sehr robust und innen weiß ausgepolstert ist der Thomann E-Gitarrenkoffer ABS. In dieser Preisklasse meiner Meinung nach der beste Koffer. Wer es etwas schicker haben möchte, der muss dann auch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Ebenso wichtig ist der Ständer für deine E-Gitarre, damit du dein Instrument sicher abstellen kannst. Nach meiner Erfahrung mit vielen verschiedenen Musikinstrumenten sind die Ständer von Millenium für die meisten Musiker*innen optimal. Bei E-Gitarren hat sich das Modell Millenium GS2001 E-Gitarrenständer etabliert. Eine stabile Konstruktion zu einem fairen Preis.

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Die hier gemachten Empfehlungen für Produkte setzen sich aus meinen Erfahrungen und Gesprächen mit fachkundigen Musikern zusammen. Alle hier vorgestellten Instrumente erfüllen die Kriterien der guten E-Gitarren.

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