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Welches E-Drum Set soll ich kaufen? Meine Empfehlung 2021

Hier findest du meine Empfehlung der besten E-Drum Sets für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder. Alles Wissenswertes vor dem Kauf erfährst du in den Antworten zu den häufig gestellten Fragen.

Was für eine E-Drum Set suchst du?

Häufig gestellte Fragen:

E-Drum Set für Anfänger

Für Anfänger eignet sich ein E-Drum Set von Alesis. Die Firma Alesis verfügt über viel Erfahrung auf dem Gebiet der elektronischen Schlagzeuge und setzt auf ein realistisches Spielgefühl, kristallklare Sounds und eine hohe Qualität bei der Verarbeitung. Für einen Preis von rund 350 Euro bietet dieses Set über 60 Play-Along-Songs, 358 verschiedene Sounds und ein stabiles Drum-Rack, das genug Stabilität und Komfort bietet. Ein weiterer Vorteil: dieses Set spart viel Platz und eignet sich auch für kleine Räume. Damit ist im unteren Preissegment das „Alesis Nitro Mesh Kit“ eine gute Empfehlung für Anfänger, die mit dem Spielen auf einem E-Drum anfangen möchten.

E-Drum Set für Fortgeschrittene

Alle fortgeschrittenen Schlagzeugspieler finden mit dem „2box Speedlight Kit“ ein besonderes E-Drum Set. Das Schlagzeug verfügt über 4GB Speicherplatz für Samples unter anderem von Randy Black und Simon Phillips. Es beinhaltet unterschiedlich kombinierbare Instrumente, die sich auch in der Lautstärke regulieren lassen. Zudem besitzt es ein Gummi Kick Drum Pad, das ein realistisches Spielgefühl bietet. Die Hi-Hat besteht aus einem echten Hi-Hat-Ständer, der sich öffnen und schließen lässt und einem Hi-Hat-Modul für realistische Sounds. Dadurch erreicht dieses Set einen Sound, der für den Laien nicht von einem akustischen Set zu unterscheiden ist.

Das Highlight an diesem E-Drum ist das Soundmodul, welches viele Möglichkeiten bietet. Die berühmten Schlagzeuger Simon Philips und Randy Black haben ihre eigenen Instrumente aufgezeichnet und auf dem Drum-Modul eingespielt hat. Zudem können andere Samples imporiert werden. Zur Bestellung gibt es einen Kit- und Sound-Editor (für Windows und Mac nutzbar) dazu. So lassen sich Kits und Sounds individuell veröndern. Außerdem ist es möglich Multilayer-Sounds mit 127 Velocity-Stufen zu erstellen. Es benötigt etwas Einarbeitungszeit, allerdings kann man dann alle erdenklichen Sounds mit seinem E-Drum nachbilden.

In dieser Preisklasse besitzt meiner Meinung nach das 2box Speedlight Kit das beste gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

E-Drum Set für Kinder

Für Kinder reicht in der Regel ein einfaches E-Drum mit Trainingsfunktion, Metronom und 30 verschiedenen anwählbaren Sounds. Ein gutes Produkt für Kinder ist das „Alesis Turbo Mesh Kit“ für unter 300 Euro. Wie der Produktname es vermuten lässt, verfügt dieses elektronische Schlagzeug bereits über Meshheads, was in dieser Preisklasse ein großer Vorteil ist. Kinder sollten bereits auf ein natürliches Schlagzeugspiel (z.B. mit Meshheads) getrimmt werden, damit der spätere Umstieg auf ein akustisches Set einfacher wird. Das Set verfügt über 100 vordefinierte Sounds, die sich bequem per Drum-Modul einstellen lassen.

E-Drum Set für Verrückte

Das meiner Meinung nach beste Set auf dem Markt ist das „Roland TD50 K“ mit einem Preis von über 5000 Euro. Es verfügt über hochwertige Meshheads, ein stabiles Drum-Rack, ordentliche Hi-Hat-Ständer und ein sehr hochwertiges Drum-Modul.

Das besondere ist die Sound-Modellierungstechnologie, die man nur in professionellen Tonstudios findet. Über eine SD-Karte können WAV-Samples wiedergegeben werden. Mehrspuraufnahmen sind über einen USB 10-Kanal möglich. Die 8 TRS-Direktausgänge ermöglichen professionelle Anwendungen. Im Lieferumfang ist ein Hocker, das Rack, Sticks, ein eigener Snare-Ständer und ein Kopfhörer vorhanden.

Das „TD 50 K“ von Roland beinhaltet drei PDX-100 Tom-Pads, ein kompaktes 12 Zoll Bassdrum-Pad, 3 Becken und eine natürliche Hi-Hat. Auch hier wird das untere Hi-Hat-Becken durch das Hi-Hat-Modul von Roland simuliert, allerdings lässt sich dieses über die Schraube an der Hi-Hat fest fixieren, was für den Einsatz eines Doppelpedals und das schnelle Spiel in den Musikrichtungen Heavy Metal oder Hardrock wichtig ist.

Wie erkenne ich ein gutes E-Drum Set?

Es gibt auf dem Markt eine große Auswahl an Herstellern von elektronischen Schlagzeugen. Dort den Überblick zu behalten ist schwierig, deshalb werden hier die wichtigsten Merkmale eines guten E-Drum Set aufgeführt, aus denen jeder das perfekte E-Drum für sich findet.

Wichtige Merkmale eines guten E-Drum Sets:

  • natürliches Spielgefühl (Meshheads anstatt Gummi-Pads)
  • große Schlagfelle (mindestens 10 Zoll, besser 12 Zoll)
  • Ständer oder Rack aus Metall
  • 2-Zonen-Becken, zusätzlich in der Mitte anspielbar und mit Choke-Funktion
  • Drum-Modul mit Schnittstelle oder einem Eingang zum Übertragen von Daten oder Sounds (z. B. Midi, AUX, USB)
  • integriertes Metronom und verschiedene Sounds
  • frei konfigurierbare Sounds
  • Anschluss an einer PA-Anlage, Drum-Monitor (Lautsprecher für E-Drum) und Kopfhörer
  • Tom-Toms am Rand anspielbar
  • Snare mit echtem Spielgefühl: Snare-Teppich einstellbar, Trommelwirbel, am Rand anspielbar und mit Rim-Shot-Funktion
  • Reboundverhalten einstellbar
Zusätzliche Merkmale für professionelle E-Drum Sets:

  • Bass-Drum-Pad aus Meshhead
  • Bass Drum-Pad mit Doppelpedalfunktion
  • offene und natürliche Hi-Hat (keine Simulation)
  • Becken komplett anspielbar und sensibles Ansprechverhalten aller Instrumente (hochwertige „Trigger“)
  • Sounds aus echten Becken und Trommeln im Tonstudio und über das gesamte Frequenzspektrum aufgenommen

Bei den meisten elektronischen Schlagzeugen für Anfänger befinden sich Gummi-Pads anstelle von Meshheads auf dem E-Drum. Meshheads sind Schlagfelle, die eine sehr feine und gleichzeitig sehr robuste Netzstruktur aufweisen und sich mit einem herkömmlichen Spannschlüssel für Schlagzeugfelle individuell spannen lassen. Beim Schlagen auf das Meshhead ist der Rebound-Effekt (Rückschlag beim Schlagfell) sehr natürlich und wird mit der Spannkraft eingestellt, sodass das Spielgefühl fast wie bei einem akustischen Schlagzeug ist. Ein gutes E-Drum sollte in allen Punkten möglichst nah an einem akustischen Schlagzeug liegen.

Dazu zählt auch, dass die Becken an mindestens zwei Zonen anspielbar sind. Die Becken an einem akustischen Set lassen sich „choken“. Beim „Choken“ wird das Becken mit dem Stick in starke Schwingungen versetzt und dann mit der Hand die Bewegung des Beckens schlagartig gestoppt. Anfänger und bestimmte Fortgeschrittenen-Sets haben diese Funktion nicht.

Auch die Hi-Hat ist bei den meisten E-Drums nur simuliert. Eine Hi-Hat besteht aus zwei Becken, die gegeneinander geschlagen einen Ton ergeben. Bei günstigen Schlagzeugen besteht die Hi-Hat nur aus dem oberen Becken und einem mit Kabel angeschlossenen Pedal. Tritt der Schlagzeuger auf das Pedal, schließt sich die Hi-Hat (simuliert) und verändert ihren Ton. Lässt der Schlagzeuger das Pedal der Hi-Hat los, erzeugt das Drum-Modul einen offenen (lauteren) Hi-Hat-Sound.

Zwar befindet sich vor allem bei E-Drums der Fortgeschrittenen-Kategorie ein echter Hi-Hat-Ständer im Lieferumfang, jedoch befindet sich häufig nur das obere Hi-Hat Becken am Ständer. Für das untere Becken ist ein extra dafür vorgesehenes Hi-Hat-Modul angebracht, dass die Schwingungen des oberen Hi-Hat-Beckens misst und den Ton entsprechend der Schlagstärke und des Spielverhaltens des Schlagzeugers an das Drum-Modul übermittelt. Durch das mechanische Schließen der Hi-Hat am Pedal entstehen sehr realistische und natürliche Hi-Hat-Sounds und auch das Spielgefühl ist natürlicher als bei den meisten E-Drums, da der Schlagzeuger einen mechanischen Widerstand am Pedal wie bei einem akustischen Schlagzeug überwinden muss. Allerdings lässt sich die Hi-Hat nicht verriegeln, was beim Einsatz von einer Doppelfußmaschine häufig wichtig ist. Dadurch ist die Hi-Hat, sobald der Schlagzeuger das Pedal loslässt und auf das Pedal der Doppelfußmaschine wechselt, offen.

Die meisten E-Drums verfügen über günstige Meshheads oder Gummi-Pads. Der Nachteil dieser Pads ist, dass diese beim Auftreffen eines Schlages laut sind. Dies stört vor allem den Drummer, der seinen Kopfhörer oder seinen Drum-Monitor sehr hochdrehen muss, damit das Geräusch überdeckt wird. In einem Mietshaus ist dies ein zusätzlicher Faktor für die Lautstärke.

Des Weiteren sollte ein gutes E-Drum eine Doppelfußmaschine unterstützen. Dafür muss das Schlagfell des Bass-Drum-Pads ausreichend groß bemessen und schnell anspielbar (Schläge bis 250 BPM sollten kein Problem darstellen) sein.

Vorteile eines E-Drum gegenüber einem akustischen Schlagzeug:

Die von mir empfohlenen Instrumente erfüllen diese Kriterien. Hier für Anfänger, Fortgeschrittene, Kinder und Verrückte.

Was benötige ich für Zubehör?

In einem E-Drum Set sind schon viele nötigen Komponenten zum Schlagzeugspielen zusammengefasst. Welches Zubehör zusätzlich benötigt wird, hängt vom individuellen Anspruch, dem Spielverhalten und dem Einsatzzweck ab.

Oftmals fehlt ein Hocker im E-Drum Set. Der wird natürlich benötigt! Viele Musiker*innen schwören auf den DW 5100 Drummer Throne. Er ist sehr stabil und fühlt sich auch nach einer langen Übungssession noch bequem an. Auf- und Abbau verläuft bei mir problemlos und ist schnell gemacht.

Die Kopfhörer sind meistens nichts im Set enthalten. Das ermöglicht dir die Auswahl aus hunderten guten Kopfhörern! Aber welchen nehmen? Wenn du noch welche zu Hause hast, kannst du die erstmal nehmen. Für Musiker*innen gibt es spezielle Studio-Kopfhörer, die eine besonders langes Kabel haben und sich auch nach mehreren Stunden noch bequem tragen lassen. Ein gutes Modell ist der beyerdynamic DT-770 PRO/80 Ohm. Diese Variante hat einen sehr sauberen und klaren Klang. Durch einen Adapter ist der 3,5 mm Anschlusstecker auch auf 6,3 mm erweiterbar. So ist es mit jedem E-Drum kompatibel.

Die Sticks sind häufig im Set enthalten, aber haben nicht immer die gewünschte Qualität. Eine andere Marke und dadurch Verarbeitung der Sticks kann ein ganz anderes Spielgefühl erzeugen. Gute Allrounder sind die Vic Firth 5A American Classic Hickory Drumsticks. Sie eignen sich für Anfänger und haben eine lange Lebensdauer. Mit Vic Firth Sticks kann man nichts falsch machen.

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Die hier gemachten Empfehlungen für Produkte setzen sich aus meinen Erfahrungen und Gesprächen mit fachkundigen Musikern zusammen. Alle hier vorgestellten Instrumente erfüllen die Kriterien der guten E-Drum Sets.

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