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Welchen E-Bass soll ich kaufen? Meine Empfehlung 2021

Autor Sebastian (Gründer von Musiksocke) Sebastian (sebastian@musiksocke.de)
Letzte Aktualisierung: 19.8.2021

Diese elektrischen Bassgitarren (E-Bass) kann ich für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder empfehlen. Zudem findest du hier alle Antworten zu den wichtigsten Fragen vor dem Kauf eines E-Bass.

Was für eine E-Bass suchst du?

Häufig gestellte Fragen:

Einen E-Bass zu spielen, ist gar nicht so einfach, wie viele es sich vorstellen. Eine elektronische Bassgitarre ist mehr als eine Gitarre mit weniger Saiten. Die Bassgitarre spielt nicht nur einen tieferen Ton und vermittelt durch ihren meistens längeren Hals ein anderes Spielgefühl; sie übernimmt auch eine andere Rolle in einer Band oder in einem Orchester.

Dabei spielt sie eine sehr wichtige Rolle: Sie hilft, der Musik mehr Gewicht zu geben und bringt alle Elemente zusammen. Wer also Bassgitarre lernen will, sollte vor allem über sehr viel Einfühlungsvermögen verfügen und Rhythmus im Blut haben.

Damit wären auch schon die wichtigsten Voraussetzungen erfüllt. Entgegen vieler Vorurteile braucht man für das Spielen einer Bassgitarre keine besonders langen Finger oder extrem kräftige Hände.

Auch sogenannte Shortscale-Bässe, die nicht größer sind als eine Gitarre, haben heutzutage einen so kräftigen Klang, dass sie sich nicht vor ihren größeren Schwestern und Brüdern verstecken müssen.

E-Bass für Anfänger

Es gibt eine große Anzahl von elektronischen Bassgitarren, die sich für Anfänger sehr gut eignen. Wichtig ist es, schon bei dem ersten Instrument auf eine gute Qualität zu achten.

Wie bei allen anderen Bässen sollte auch bei Anfängermodellen auf eine gute Saitenlage geachtet werden. Die Saiten dürfen nicht so tief liegen, dass sie bei einem harten Anschlag schnarren. Aber sie dürfen auch nicht so hoch sein, dass sie das Spielen unnötig erschweren.

Gerade bei einem E-Bass ist die Mechanik am Kopf des Instrumentes zu beachten. Die gespannten Saiten entwickeln bei Bässen eine enorme Zugkraft. Dies betrifft ebenso den Steg, durch den die Saiten am Korpus gezogen werden.

Ob Anfängerbässe nun einen, zwei oder sogar drei Tonabnehmer haben und ob diese aktiv oder passiv sind, muss bei einem Anfängerinstrument noch keine große Rolle spielen. Je enger die Tonabnehmer am Steg liegen, desto härter klingt der Bass. Je näher am Hals, desto weicher. Das betrifft eher Musiker, die sich schon ganz klar entschieden haben, was sie spielen möchten. Bei einem E-Bass mit nur einem Tonabnehmer sind diese meisten in der goldenen Mitte angebracht. Manchmal auch schräg mit den Tiefen weiter zum harten, den Höhen zum weicheren Sound.

Ein Tipp besonders für Anfänger: Saiten für den E-Bass werden nur selten gewechselt, da sie bei ihrer Stärke gelegentlich reißen. Wer die bereits aufgezogenen Saiten wechseln möchte, der sollte sich Flatwound-Saiten genauer ansehen. Über diese Saiten kann sehr elegant geglitten werden, ohne störende und quietschende Geräusche zu erzeugen, die gerade Anfängern das Spiel verderben kann. Mehr dazu beim Zubehör für den E-Bass.

Ein sehr gutes Anfängermodell ist der Ibanez TMB30-IV, der als Shortscale einen vollen und kräftigen Sound abgibt. Der E-Bass lässt sich angenehm und schnell bespielen und hat ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

E-Bass für Fortgeschrittene

Fortgeschrittene Bassistinnen und Bassisten wissen genau, was sie wollen. Die meisten haben sich für eine Musikrichtung entschieden. Und für jede Musikrichtung gibt es passende Instrumente. Der Urvater aller Bässe ist natürlich der Kontrabass. Aus ihm entwickelten sich die Bassgitarren, die es heute als elektrische und akustische Instrumente gibt. In diesem Beitrag geht es um die elektrischen Vertreter des tiefen und vollen Sounds.

Die Formenvielfalt hat sich unter den E-Bässen ebenso entwickelt, wie bei den E-Gitarren. Unzählige Formen und Farben beleben die Bühnen. Und neben den etablierten Grundtypen gibt es High-End-Modelle in höchster Qualität, die auch immer ihren Preis haben. Zu den besonders wertvollen Instrumenten kommen wir noch. Hier geht es erst einmal um die Praxis und das solide Musikerhandwerk.

Die meisten Bässe besitzen vier Saiten. Mehr braucht es gewöhnlich nicht, wie uns Jaco Pastorius, Marcus Miller, Stanley Clarke oder Jack Bruce längst bewiesen haben. Bei fünfsaitigen Bässen kommt eine tiefe H-Saite hinzu. Der sechssaitige Bass verfügt über eine zusätzliche hohe C-Saite. Einige Individualisten lassen sich noch mehr Saiten anbauen. Hier spricht man von den ERB-Bässen. ERB steht für Extended Range Bass.

Die Halslänge der E-Bässe reicht von den bereits erwähnten Shortscale mit 30 Zoll (762 mm), über die Standardlänge von 34 Zoll (864 mm) bis zu den Extra Longscale mit einer Halslänge von meisten 35 Zoll (889 mmm) und 36 Zoll (914 mm).

Für Fortgeschrittene sind die Tonabnehmer am Bass ein größeres Thema, als für Anfänger. Hier hat man die Wahl zwischen Singlecoil, Humbucker, Splitcoil oder Piezo-Pickups.

Tonabnehmer für E-Bass:

Ein ausgezeichneter Bass für Fortgeschrittene ist der Marcus Miller V7. Er besitzt zwei Singlecoil-Tonabnehmer, die einen schönen Klang abnehmen. Der V7 ist ein 4-saitiger Longscal E-Bass und die Saitenlage ist bereits ab Werk optimal eingestellt. Für solch einen E-Bass muss man eigentlich mehrere Tausend Euro ausgeben. Hier nicht!

E-Bass für Kinder

Die Tochter oder der Sohn möchte auch so richtig abrocken? Vielleicht in einer Schulband? Und die Jüngsten interessieren sich für einen Bass? Das ist ausgezeichnet! Gerade beim Bassspielen lernen Kinder intuitiv sehr viel von der Harmonielehre, sie nehmen den Rhythmus in sich auf und sind auf dem besten Weg ein richtiger Musikprofi zu werden.

Das Spielen eines E-Basses kann Kindern sehr viel Spaß machen. Damit es auch beim Spaß bleibt und die Fingerkuppen nach langem Üben unter sehr viel Enthusiasmus nicht irgendwann zu stark schmerzen, sollten Sie unbedingt darauf achten, das Instrument mit Flatwound-Saiten zu bestücken. Selbstverständlich ist auch hier eine perfekte Saitenlage unabdingbar.

Kaufen Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter bitte kein Puppenmodell aus dem Kaufhaus. Namhafte Hersteller hervorragender Instrumente bieten extra kleine Modelle an, auf denen Kinder wunderbar spielen können. Und dabei sehen diese E-Bässe genau so aus wie die großen Originale.

Dieser Mini Bass von Fender Squier Mini P Bass ist ein toller E-Bass für Kinder. Er hat eine kleine Mensur mit 726 mm (28,58″) und ist somit für Kinder ab ca. 7 Jahren gut bespielbar. Der Klang kann natürlich nicht mit Profi-Instrumenten mithalten, aber der Fender Squier Mini hat einen schönen tiefen Klang und geht auch in einer Band nicht unter.

E-Bass für Verrückte

Hier kommt ein Bass für Verrückte, für absolute Enthusiasten und für Musiker*innen mit dem nötigen Geld in der Tasche. Denn wie bei Gitarren gibt es auch bei Bässen extreme Show-Modelle, die bei aller Verrücktheit absolut höchste Qualität besitzen und für sehr große Spielfreude sorgen.

Der Fodera Emperor Elite II ist ein solches Modell. Bestimmt vom Design gewöhnungsbedürftig. Hält man ihn aber erst einmal in der Hand, fühlt man sich im Himmel voller Bässe. Die besondere Bauform gibt ihm einen sehr dominanten und dabei absolut reinen Sound, den zwei Seymour Duncan Dual Coils störungsfrei abnehmen.

Der Korpus dieses Instrumentes besteht aus Nussbaum mit einer Stechpalmendecke. Der durchgehende Hals wurde aus Ahorn mit einem Griffbrett aus Ebenholz gefertigt. Hinzu kommt die von Fodera/Pope ausgetüftelte Dreiband Emperor Elektronik, die diesem Meisterstück einen Sound verleiht, die jede Bühne zum Beben bringt.

1. Frage:

Wie erkenne ich einen guten E-Bass?

Eine gute elektrische Bassgitarre muss ausgiebig angespielt werden. Vorzüge oder Nachteile eines Instrumentes lassen sich generell nicht mit den Augen erfassen. Zuerst einmal in die Hände nehmen und spielen. Bei einer Online-Bestellung gibt es ein Rückgaberecht, sodass der E-Bass zu Hause in Ruhe ausprobiert werden kann.

Selbstverständlich muss auch ein E-Bass gut verarbeitet sein. Bundreinheit ist ebenso obligatorisch, wie keine überstehenden oder scharfkantigen Stege.

Alle Bauteile müssen gut verleimt oder verschraubt sein, die Mechaniken stabil, aber gut läufig und der Steg stabil sitzen. Jedes Wackeln, jeder noch so kleine Haarriss sollte einem vom Kauf abhalten. Alles andere ist oft nur noch Geschmacksache oder eine Frage der Stilrichtung.

Es geht also nichts über das Ausprobieren. Die meisten Online-Händler bieten mittlerweile ein sicheres Umtauschrecht. So kann man auch zu Hause erst einmal probieren und sich dann zur Not umentscheiden.

Wichtige Kriterien für einen guten E-Bass:

  • E-Bass ausgiebig anspielen
  • Bundreinheit erforderlich
  • keine überstehenden oder scharfkantigen Stege
  • Mechanik und Steg muss stabil sitzen
  • kein Wackeln, keine Haarrisse

Die von mir empfohlenen Instrumente erfüllen diese Kriterien. Hier für Anfänger, Fortgeschrittene, Kinder und Verrückte.

2. Frage:

Welches Zubehör benötige ich?

Ein E-Bass ist ein Freund fürs Leben. Selten reißt bei ihm die Saite. Dennoch sollte man immer Ersatzsaiten bereitliegen haben. Es gibt unzählige Stärken und Varianten für den E-Bass. Wo soll man da anfangen? Wer noch nicht seine Lieblingssaiten gefunden hat, dem empfehle ich die Thomastik JF344 E-Bass Saiten. Viele Bassist*innen spielen diese Saiten wegen ihrer Langlebigkeit und dem kontrabass-ähnlichen Klang. Es handelt sich um Flatwound-Saiten, die kaum quietschende Geräusche erzeugen.

Alle, die schon einmal auf der Bühne standen, wissen, wie hilfreich ein gutes Stimmgerät sein kann. Diese kleinen Helfer gibt es in großer Zahl auch für E-Bässe. Es empfiehlt sich etwas Geld auszugeben und nicht die günstigsten Geräte zu kaufen. Eine große Erleichterung beim Stimmen ist der TC Electronic PolyTune Clip Black Tuner. Durch die PolyTune-Technologie können alle Saiten gleichzeitig gestimmt werden. Das beschleunigt das Stimmen enorm. Praktisch ist auch die LED-Anzeige, die ein genaues Stimmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen (z.B. auf einer Bühne) ermöglicht.

Da echte Bassistinnen und Bassisten ja alle selten bequem sitzend zupfen, ist ein guter Gurt speziell für einen E-Bass unabdingbar. Ein wichtiges Kriterium für den Kauf ist die Länge. Am besten ist der Tragegurt Längenverstellbar und dadurch individuell anpassbar. Die Optik spielt natürlich auch eine große Rolle und so habe ich mich für den Fender Monogramm Bassgurt BYB entschieden. Er ist hochwertig verarbeitet und kann an jede Körpergröße angepasst werden.

Auch auf ein Effektgerät sollte nicht verzichtet werden. Vor allem Jazzgitarristen verzichten gerne auf diese Geräte, doch wenn man auf der Bühne steht und der Gitarrist immer lauter wird, können Effekte mit Sustain, Hall, Compressor und Verzerrer Wunder bewirken. Nun gibt es viele Effektgeräte und die Preise können gerne mal bis in den vierstelligen Bereich gehen. Daher empfiehlt es sich für Anfänger in diesem Bereich erst mal auf ein günstiges Gerät zu setzen. Das Harley Benton DNAfx GiT ist bei vielen sehr beliebt, da es einfach zu bedienen ist und für den Preis viele Funktionen mitbringt. Für den Start in die Welt der Effekt das richtige Gerät.

Selbstverständlich sollten E-Bässe immer in guten Taschen oder Koffern transportiert und geschützt werden. Nicht besonders spektakulär, aber solide gebaut ist der Thomann E-Bass Koffer ABS. Er schützt das Instrument durch die weiche Polsterung im Inneren und ist insgesamt sehr robust. Wer es optisch aufwendiger mag, muss deutlich mehr Geld ausgeben. Für den Anfang reicht dieser Koffer aber aus.

Wichtig ist auch die Pflege des Instrumentes. Ein Tuch zum Abreiben der Saiten, sowie etwas Pflegemittel sollte regelmäßig benutzt werden, damit weder Saiten noch Instrument vorzeitig altern. Die wichtigsten Utensilien gibt es im Set. Das Dunlop Formula 65 Griffbrett Pflegeset hat alle wichtigen Pflegemittel und ein Baumwolltuch.

Wichtiges Zubehör für einen E-Bass:

  • Saiten
  • Stimmgerät
  • Gurt
  • Effektgerät
  • Tasche oder Koffer
  • Pflegematerial
3. Frage:

Was sind die besten Marken für E-Bässe?

In Zusammenarbeit mit erfahrenen Musiker*innen habe ich diese Liste erstellt. Sie beinhaltet nur etablierte Marken, welche über viele Jahre Qualität und Zuverlässigkeit gezeigt haben.

Die besten Marken für E-Bässe:

  • Marcus Miller
  • Fender
  • Harley Benton
  • Cort
  • G&L
  • Hamaril
  • Lakland
  • Torillo
  • LSL
  • Dean Guitars
  • Sandberg
  • Marleaux
  • Franz Bassguitars
  • Markbass
  • Sadowsky
4. Frage:

Was kostet ein guter E-Bass?

Ein guter E-Bass kostet zwischen 500 und 2.000 Euro. Für Anfänger gibt es bereits gute Modelle zwischen 100 und 500 Euro. Der Unterschied liegt vor allem in den verarbeiteten Hölzern sowie der Qualität der Tonabnehmer. Bei günstigen Modellen müssen oftmals bessere Saiten aufgezogen werden. Wer in einer Band spielen möchte, sollte etwas Geld in einen guten E-Bass investieren.

Meine Empfehlung für einen guten E-Bass.

5. Frage:

Welcher E-Bass für Anfänger?

Als E-Bass für Anfänger eignet sich der Ibanez TMB30-IV für ca. 200 Euro. Es handelt sich um einen Shortscale E-Bass, der leicht zu bespielen ist und für diese Preisklasse einen hervorragenden Sound erzeugt.

Als E-Bass für Fortgeschrittene eignet sich der Marcus Miller V7 Swamp Ash-4 NT 2nd Gen für ca. 600 Euro. Dieser Longscale E-Bass überzeugt weltweit viele Musiker*innen mit der hochwertigen Verarbeitung und dem wunderbar ausbalancierten Gewicht. Die Tonabnehmer sind hochwertig und sitzen sehr gut im E-Bass, sodass ein schöner und voller Sound erzeugt wird.

Mehr Details zum E-Bass für Anfänger.

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Die hier gemachten Empfehlungen für Produkte setzen sich aus meinen Erfahrungen und Gesprächen mit fachkundigen Musikern zusammen. Alle hier vorgestellten Instrumente erfüllen die Kriterien der guten E-Bässe.

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