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Das beste Banjo für dich – Meine Empfehlung 2019

Sebastian (Online-Redakteur) 11.128 Aufrufe

Nachfolgend findet du Banjo für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Vor deinem Kauf solltest du dir die wichtigsten Fragen und die dazugehörigen Antworten ansehen, damit du auch in einigen Jahren noch zufrieden mit deinem Banjo bist.

Was für ein Banjo suchst du?

Häufig gestellte Fragen:

Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht, haben Gitarre und Banjo nicht den gleichen Ursprung. Als Vorbild für das Banjo gilt die afrikanische Ngoni-Laute. Schon im 16. Jahrhundert funktionierten europäische Instrumentenbauer aus dieser Laute die ersten Banjos. Im Gegensatz zu einer Laute, einer Mandoline oder einer Gitarre sowie auch allen anderen gängigen Saiteninstrumenten, wird hier die Resonanz nicht durch einen Hohlkörper erzeugt, sondern durch ein straff gespanntes Fell.

Grundsätzlich besitzt ein Banjo vier oder fünf Saiten, doch es existieren auch Modelle mit sechs Saiten. Unterschieden wird zwischen Tenor-, Bluegrass- und Plectrum Banjos. Diese einzelnen Bauformen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Form, sondern auch im Klang und werden deshalb auch für verschiedene Musikstile eingesetzt. Die erste Frage vor dem Kauf eines solchen Instruments ist also, welche Art von Musik man machen möchte. Bluegrass-Banjos besitzen in den meisten Fällen eine 5. Saite, die jedoch erst beim 5. Bund angebracht wird. Die Stimmung eine Bluegerass-Banjos ist variabel. Überwiegend wird es für Hillbilly, Country oder Minstrel eingesetzt.
Ein Plectrum-Banjo hat eine längere Mensur als das Bluegrass-Modell und kann dadurch vielfältiger eingesetzt werden. Mit ihm lassen sich leichter Melodien und Phrasen über mehrere Oktaven spielen. Es besitzt generell vier Saiten und wird überwiegend in der Blues- und Jazzmusik gespielt.

Ein Tenor-Banjo ist basslastiger als die anderen Modelle und somit für tiefere Töne und Begleitungen entworfen. Während ein Plectrum Banjo in der Regel 22 Bünde aufweist, so besitzt das Tenor-Banjo lediglich 17 bis 19 Bünde. Auch die Saiten werden tiefer gespannt. Die übliche Stimmung dieses Instruments ist c-g-d‘-a‘, was vor allem einen Einsatz im Jazz zugutekommt.

Doch auch in der Folkmusik, hier vor allem im irish-folk werden Tenor-Banjos häufig eingesetzt. In diesem Fall sollten sie jedoch auf G-d-a-e gestimmt werden. Dieser Link führt zu einem Bluegrass-Banjo in einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis:

Bestes Banjo

Epiphone MB-100 Open Back Banjo

Banjo für Anfänger

Das Erlernen des Banjospiels bis zur Beherrschung des Instruments kann sehr faszinierend sein. Aber nicht jede Spielerin und nicht jeder Spieler muss den Ehrgeiz besitzen, einem Earl Scruggs oder Béla Fleck das Wasser zu reichen. Banjospieler können oft maßgeblich zur guten Stimmung bei Feiern beitragen. Der Klang eines Banjos hat immer etwas Ursprüngliches und Natürliches. Nicht zuletzt ist es deswegen ein ideales Instrument für die Atmosphäre am Lagerfeuern oder bei Gartenpartys.

Vor allem aber erregen Banjospieler ein gewisses Maß an Aufsehen und Anerkennung. Anders als die Gitarre, wird ein Banjo doch seltener präsentiert. Und dies wiederum kann die Spielerin oder den Spieler schnell motivieren weiter zu üben und das eigene Spiel zu perfektionieren.

Die Erfolgserlebnisse sind schnell da. Nur sehr selten erleben Banjospieler ihr Instrument als frustrierend. Fast immer verlieben sie sich neu in ihr Banjo.

Wie bei der Gitarre ist es vorab sehr wichtig, auf die Beschaffenheit und die Spielbarkeit des Instrumentes zu achten. Die Saiten dürfen weder zu hoch noch zu niedrig liegen, Die Mechaniken müssen leicht gängig und dabei sehr stabil sein. Und auch das Fell muss sich gut gespannt und in einem tadellosen Zustand vorfinden.

Zu beachten ist, dass Banjos mit Stahlseiten ausgestattet sind. Zu Beginn einer Musikerkarriere können diese Saiten schon einmal etwas in die Fingerkuppen der Greifhand schneiden. Die jedoch nie so weit, dass es Verletzungen geben könnte. Aber keine Sorge. Nach nur kurzer Zeit haben sich die Finger darauf eingestellt.

Für Anfänger reichen Banjos wie dieses Modell von Costway mit komplettem Set, sodass man sofort loslegen kann:
Banjo für Anfänger

COSTWAY 5-saitiges Banjo 39 Zoll

Banjo für Fortgeschrittene

Irgendwann kommt die Zeit, in der man auf ein hochwertigeres Instrument aus dem professionellen Bereich aufrüsten möchte. Die ist bei Banjos nicht anders, wie bei allen anderen Instrumenten. Trägt man zum Beispiel die Idee mit sich, in einer Band zu spielen oder eigene Aufnahmen zu machen, ist ein qualitativ hochwertigeres Instrument fast selbstverständlich. Es sei denn, man gehört zu den Menschen, die einen richtigen Glücksgriff gemacht haben.

Empfehlenswert sind immer Banjos der Marken, die bereits seit vielen Jahren mit der Herstellung von Saiteninstrumenten und Banjos beschäftigt sind. Diese Firmen sind in der Lage, technisch und mechanische perfektionierte Instrumente herzustellen. Im mittleren Preissegment werden dabei Materialien verwendet, die auf ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis abzielen. So sind durchaus Banjos im mittleren dreistelligen Bereich erhältlich, die den meisten Anforderungen für professionelle Aufnahmen oder Auftritte genügen.

Hier ein Banjo, mit dem man sicher Auftreten kann und keine Aufnahme scheuen muss:
Banjo für Fortgeschrittene

Barnes & Mullins BJ500M

Banjo für Profis

Im professionellen Bereich sollte nicht die Sparsamkeit siegen. Wer beruflich Geld mit Musik verdienen möchte, benötigt ein Instrument, auf das man sich völlig verlassen kann. Es gibt zudem so wunderbar eingestellte Banjos, die auch komplizierteste Phrasen und schnellste Melodien wie von Zauberhand gelingen lassen. In diesem Bereich handelt es sich um eine handwerkliche Meisterleistung, die ihren Preis absolut verdient hat. Es gibt Marken, die sich seit Jahrzehnten und sogar über Generationen hinweg ganz dem Bau von Banjos verschrieben haben. Nicht selten sind diese Modelle zudem sehr schön verziert und werden schnell zum Blickpunkt auf der Bühne. Bei aller Professionalität sollte der Spaß am Instrument nicht vergessen werden.

Bei Banjos für diese Zwecke sollte auch nicht auf Tonabnehmer verzichtet werden. Oft sind diese auf den ersten Blick kaum zu erkennen und stören somit keineswegs die schöne Optik eines kunstvoll verzierten Banjos. Ein sehr schönes und hochwertiges Instrument in dieser Preiskategorie ist dieses Pilgrim-Banjo:
Banjo für Profis

Pilgrim Banjo – Rocky Mountain 18 Resonator

Banjo für Kinder

Können Kinder schon Banjo lernen? Ja, selbstverständlich können sie das. Es gibt nur ein paar Dinge zu bedenken. Anders als Gitarren, bei denen die Konzertgitarren mit Nylonsaiten bespannt sind, haben Banjos Stahlsaiten. Es sollte also bei Modellen für Kinder grundsätzlich darauf geachtet werden, dass die Saitenlage nicht zu hoch ist. Zudem spielt selbstverständlich auch die Größe des Kindes eine Rolle. Der Hals eines Plectrum Banjos ist mit 22 Bünden zum Beispiel um einiges länger, als der Hals eines Bluegrass-Instrumentes. Auch sollte auf die Verarbeitung sämtlicher Metallteile mindestens ein Auge geworfen werden. Das Metall um den Korpus sowie sämtliche Schrauben sollten nicht zu weit abstehen und keinerlei Kanten aufweisen. Nebenbei lernen viele Kinder in den Vereinigten Staaten und auch in Irland schon in jungen Jahren das Banjo-Spiel. Warum sollte das nicht auch in anderen Ländern funktionieren?

Wer noch mehr auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich einmal über Banjo-Ukulelen informieren. Hierbei muss es sich keineswegs um raus geschmissenes Geld handeln, denn auch Banjo-Ukulelen können großen wie kleinen Menschen sehr viel Spaß bereiten und haben nicht selten einen ganz tollen Klang.

Ein für Kinder gut geeignetes Banjo ist zum Beispiel Kmise Banjolele:
Banjo für Kinder

Kmise Banjolele, 4 Saiten Banjo-Ukelele

Banjo für Verrückte

Die Kombination von Holz, Metall und Fell bringt unendlich schöne Prachtstücke zur Welt. Hier trifft man auf Spielereien mit Gold, Perlmutt und sogar Edelsteinen. Oft zieren elegante Prägungen das Metall und kunstvolle Grafiken verschönern die Felle. Manche Banjos sind Kunstwerke, handwerkliche Meisterstücke und klangvolle Erlebnisse in Einem. Diese Instrumente haben nichts mehr vom einfachen Instrument eines Hillbilly oder eines Sklaven des 19. Jahrhunderts. Und doch waren es diese Menschen, die so viel aus diesen Instrumenten herausholten, dass es fast schon eine Sünde wäre, ihnen kein prunkvolles Denkmal zu setzen. Und wenn dieses dann noch so tolle Musik macht, ist es jeden Cent wert. Schauen wir uns doch einfach einmal eines dieser Prachtstücke an:
Banjo für Verrückte

Gold Tone Banjitar

Wie erkenne ich ein gutes Banjo?

Beim Anschlagen oder Zupfen der Saiten entstehen Schwingungen, die sich auf das ganze Instrument übertragen werden. Dies ist bei einem Banjo nicht anders, als bei einer Gitarre, Mandoline oder Bouzouki. Diese Schwingungen sind jedoch so leise, dass sie verstärkt werden müssen. Hierzu dient in erster Linie das Fell des Banjos, während bei den meisten anderen Saiteninstrumenten der Ton im Korpus verstärkt und durch das Schallloch übertragen wird.
Anders als bei einer Gitarre ist bei einem Banjo also nicht die Qualität des Holzes wichtig, sondern auch die des Metalls und des Fells.

Das Fell selbst wird über Schrauben am Korpus so weit gespannt, bis es eine optimale Stimmlage garantiert. Hier sollte genau kontrolliert werden, ob die Spannschrauben leicht gängig sind und dabei zuverlässig ihre Position halten. Auch das Fell muss überprüft werden, ob es nicht an einer Stelle Schäden aufweist. Die starke Spannung des Fells muss immer gewährleistet bleiben.

Auf dem Fell ist der Steg des Banjos angebracht. Auch dieser darf nicht verrutschen und sich nicht durch scharfe Kanten in das Fell drücken.

Das Holz des Resonators eines Banjos wird kaum so stark belastet, wie der Metallring mit den Spannschrauben. Dennoch darf der Resonator keine Risse aufweisen und sollte ohne Komplikationen abgenommen werden können.
Was den Hals, die Bünde und die Mechaniken betrifft, sollte hier nicht anders, als bei einer Gitarre vorgegangen werden. Ist der Hals gerade und das Instrument bundrein? Liegen die Saiten gleichmäßig flach über den Bundstegen, ohne sie zu berühren? Sind die Mechaniken in so guter Qualität, dass sie sich bei längerem Spielen nicht verstellen? Alles das sollte gewährleistet sein, bevor man sich so ein Instrument anschafft. Wichtig ist es immer, vorher genügend lange auf dem Instrument zu spielen. So kann zum Beispiel auch feststellen, ob einzelne Bundstäbe über den Rand des Halses reichen und so zu Verletzungen führen könnten. Zudem müssen die Bundstäbchen alle gleich hoch sein.

Was benötige ich für Zubehör?

Wer sofort loslegen und für alle Eventualitäten vorbereitet sein möchte, sollte sich folgendes Zubehör anschaffen:
Da ist zuerst einmal eine passende Instrumententasche oder ein Koffer zum sicheren Transport des Banjos. Hier gibt es für jede Bauart auch unterschiedliche Behältnisse.

Dann sollte man sich darüber Gedanken machen, ob und welches Kapodaster für einen selbst infrage kommt. Auch eine größere Sammlung verschiedener Plektren sind von Vorteil. Viele Banjospieler zupfen auch mit Daumen- und Fingerpicks. Auch wer diese Spielhilfen noch nie verwendet hat, sollte es so früh wie möglich versuchen.

Nützlich sind natürlich auch Ersatzsaiten, Werkzeug zum Einstellen der Spannschrauben sowie Pflegematerial für Fell, Holz und Metall. Hat man dies alles beisammen, bleibt nur noch eins zu sagen: Viel Spaß!

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