30. Dezember 2008 von Christin
Die stimmenbegabte Pink brachte dieses Album heraus, ohne den größten Beweggrund für die meisten Songs zu verbergen: die Trennung von ihrem Mann. Dieses Ereignis prägt meiner Meinung nach das gesamte Album. Die Abrechnung mit der Vergangenheit wird deutlich. Dieses erkennt man auch an der ersten Single-Auskopplung “So What”. In einem Interview sagte Pink, dass man trotz schlechter Zeiten Spaß haben könne und müsse und dieses in ihrem Album eine weitere Inspiration gewesen sei. Dieser “Spaß” ist meiner Meinung nach nicht zu erkennen.
Der Großteil der Lieder hat einen nachdenklichen und bzw. oder schmerzhaften Mitklang, der sich komplett durch das ganze Album zieht. Auch nach mehrmaligen Hören konnte ich diesen Eindruck nicht loswerden. Darunter leiden gerade die “Fun”-Lieder. Sie klingen unterschwellig nach einer frustrierten Frau, die krampfhaft versucht ihren Kummer durch Spaß zu vergessen. Kurz gesagt: die Lieder klingen aufgesetzt und energielos. Dem entgegen strotzen die langsameren Songs von Gefühlen und bringen diese nachvollziehbar und hineinversetzbar rüber.
Das Singen von nachdenklichen Lieder liegt Pink meiner Meinung nach mehr, da sie hier ihre stimmlichen Qualitäten eindrucksvoll beweisen kann. Da sie sich (LEIDER) für die Pop-Rock-Richtung entschieden hat, bleiben ihr, wie auch schon in den Alben zuvor, nur diese Lieder, um ihr Können zu beweisen. Hätte ich einen Wunsch frei, würde Pink endlich mehr in die Rock-Richtung gehen, da ich finde, dass es an der Zeit ist etwas Neues und ich denke auch für sie Passenderes auszuprobieren.
Mehr Rezensionen gibt es hier und hier. Übrigens kommt Pink 2009 nach Deutschland. Daten für die Funhouse Tour 2009 findet ihr auf diestollis.de und stageblog.de.
Playlist:
1. So What
2. Sober
3. I Don’t Believe You
4. One Foot Wrong
5. Please Don’t Leave Me
6. Bad Influence
7. Funhouse
8. Crystal Ball
9. Mean
10. It’s All Your Fault
11. Ave Mary A
12. Glitter in the Air

Das Cover zu Pink - Funhouse
7 Kommentare | Pop-Rock
07. Dezember 2008 von Sebastian
Nachdem ich das Album gehört habe, war mir sofort klar, welche Textzeile diese Werk am Besten beschreibt.
Am Anfang war der Lärm und
dieser Lärm hört niemals auf.
Am Tag als der Herr uns schuf da
hat er uns in Lärm getaucht.
So singt es Campino im ersten Lied “Strom”. Das ganze Album hindurch ist es richtig laut und die Alt-Rocker von den Toten Hosen haben sich mit diesem Album wieder mal selbst übertroffen. Alle 13 Songs kann man als richtig guten deutschen Rock bezeichnen, kein einziges fällt aus der Reihe. Ein rundum gelungenes Album, was mir richtig gut gefällt. Die Zeit des Wartens hat sich auf jeden Fall gelohnt! “In aller Stille” ist eines der besten Rockalben 2008.
Fundierte Meinungen gibt es auch noch bei den 3 Bewohnern der Erde (klasse Beitrag, hier wird sogar ein kleines Fazit zu jedem Lied geschrieben), bei fab (laaanges aber gutes Review) und bei bestblog.de (der das Album nicht ganz so gut findet). Achso und das Video zur der ersten Single-Auskopplung “Strom” gibts auf sevenload.de.
Hier die Playlist:
1. Strom
2. Innen alles neu
3. Disco
4. Teil von mir
5. Auflösen
6. Leben ist tödlich
7. Ertrinken
8. Alles was war
9. Pessimist
10. Wir bleiben stumm
11. Die letzte Schlacht
12. Tauschen gegen dich
13. Angst

Das Cover von den Toten Hosen - In Aller Stille
2 Kommentare | Rock
22. November 2008 von Sebastian
2006 haben die Münchner ihr 5. Album veröffentlicht und meiner Meinung auch eines der besten deutschen Hip-Hop Alben. Das 19. Lied auf “Musikmaschine” bringt das Dilemma der Band auf ironische Weise auf den Punkt: Blumentopf gelingt der kommerzielle Erfolg nicht.
Ich würd so gern mal – zwischen Scooter und Mariah Carey
auf Platz 80 sein.
Ich würd so gern mal – mit dem Song von unsrer LP in die Single Charts hinein.
Vielleicht besteht darin der Trick ein richtig gutes Album zu produzieren. Mit Witz und Charme rappen die Jungs über Alltagsprobleme und alles was eine Rolle in ihrem Leben spielt. Intelligente Texte und klasse Beats lassen bei diesem Album keine Langeweile aufkommen. Die 19 Songs sind allesamt großartig, der Kauf von Musikmaschine lohnt sich!
Durchweg eine positive Resonanz gab es auch in der Blogosphäre, wie z.B. hier und hier.
Playlist:
1. Intro Musikmaschine
2. Mehr
3. Du sagst mir
4. Lass die Show
5. Gute Musik
6. Die City schläft
7. Wie soll ich’s dir erklären?
8. Aeiou
9. Profis
10. Ach so
11. Chin Chin
12. Zu talentiert
13. Keine Zeit
14. Du und ich
15. Was du brauchst
16. Horst Intro
17. Horst
18. Dreamteam
19. Platz 80
20. Schweiß
21. Die Bretter, die die Welt bedeuten
22. Ruhetag

Das Cover von Blumentopf - Musikmaschine
Kommentar | Hip-Hop
19. November 2008 von Christin
Dieses ist eines meiner liebsten Alben. Kate Nash erzählt mit ihren Lieder Geschichten mit ungewöhnlicher Wortwahl. Bei jedem Hören entdeckt man etwas neues Aufregendes, Trauriges, Nachdenkliches, Lustiges, Intelligentes oder Ironisches. Das Album kann man hören, wie man ein Buch ließt. An manchen Stellen muss man vielleicht genauer hineinlesen ähm hören, um den Inhalt und die eventuelle Bedeutung zu verstehen. Aber vielleicht genau deswegen ist es ein Genuss für Hörer, die gerne mehr hören, als die Mainstream Lieder über Liebe, Leid und Leben.
Auch die musikalisch gute Qualität ist offensichtlich. Die einzelnen Lieder strotzen nur so von dem Talent, welches Kate Nash in kompositorischer Hinsicht an den Tag legt. Vielfalt ist groß geschrieben. Die Krönung des Albums ist die Vereinigung zwischen Wort und Musik, die meiner Meinung nach gegenseitig genau die Stellen hervorheben, die es zu betonen lohnt.
Ähnlich begeistert sind auch Das Textwerk, monoton.at, Mixtape und der Blog von Neo-Networks.de und Culpo.
Und falls euch langweilig ist, bekommt ihr noch ein paar englische Reviews zu Made of Bricks, nämlich hier, hier und hier.
Hier die Playlist:
1. Play
2. Foundations
3. Mouthwash
4. Dickhead
5. Birds
6. We Get On
7. Mariella
8. Shit Song (interlude) / Shit Song
9. Pumpkin Soup
10. Skeleton Song
11. Nicest Thing
12. Merry Happy

Kate Nash Album-Cover von "Made Of Bricks"
2 Kommentare | Pop
10. November 2008 von Sebastian
Aus dem Jahre 2004 stammt das Album “Räuberpistolen” von SDP. Man merkt schnell, dass sich bei SDP alles um den Spaß dreht. Auf das erste Album wurde einfach alles gepackt, was im Studio so aufgenommen wurde.
Die Berliner stellen auch gar nicht den Anspruch in irgendwelchen Charts zu kommen, sie wollen einfach ihre eigene Musik machen. Und das macht sie zu einem echten Geheimtipp, denn Lieder wie “Kein Partyhit” oder “Bananensaft” bleiben wohl jedem im Ohr. Musikliebhaber die sich mal für einen andere Art von deutschem Hip-Hop/Pop interessieren, müssen unebdingt mal reinhören.
Auf der offiziellen Seite von SDP (Stonedeafproduction) gibts Aufkleber, Autogramme und Unterschriften auf der CD. Ich bin jedenfalls großer Fan von SDP geworden und die Krtik zu Album 2 und 3 der Berliner kommt demnächst.
Hier die Playliste:
1. Angriff
2. Kein Partyhit
3. Citydancer
4. Habt euch nicht so
5. Hip Hop ist scheiße
6. Ein Soldat
7. Bananensaft
8. Knichlicht
9. Streitwagen
10. Zappeln
11. Perfektion

SDP und das Cover zu Räuberpistolen
Kommentar | Hip-Hop
03. November 2008 von Sebastian
Das neue Deichkind-Album beginnt mit einem Krieg der Welten-Dröhnen. Eine geheimnisvolle Atmosphäre für das 4. Album. Und schon nach den ersten 2 Versen ist die eigentliche Richtung des Albums klar:
Hört ihr die Signale?
Die Sauf-Signale?
Es geht um Party, tanzen und saufen. Fast jedes der 14. Lieder kann ohne Probleme abends im Club gespielt werden. Der Erfolg von “Remmidemmi” lässt seine musikalischen Spuren auf dem neuen Album. Lieder wie Arbeit nervt, Metro und Dicker Bauch sind gute Beispiele für abgedrehte Electro-Musik, auf die man einfach feiern muss. Insgesamt ein tolles Album für alle, die auf den “Remmidemmi”-Electro-Sound stehen. Dem abgedrehten Ruf kommen Deichkind jedenfalls voll nach.
Weitere Meinungen gibts bei strate.at, mainstage.de, indiestreber.de, schimäre und im soundbuero.de.
Hier noch die Playliste:
1. Hört Ihr die Signale
2. Dicker Bauch
3. Arbeit Nervt
4. Ich und mein Computer
5. 23 Dohlen
6. Luftbahn
7. Metro
8. Klötersound – Skit
9. Gut dabei
10. Im Raucherzimmer – Skit
11. Travelpussy
12. Hoverkraft
13. Komm rüber
14. Urlaub vom Urlaub

Das Cover zu Arbeit nervt von Deichkind
1 Kommentar | Electro
27. Oktober 2008 von Sebastian
Nach 8 Jahren Pause haben sich AC/DC zu einem neuen Studioalbum entschieden. Klar das ich da auch mal reinhören mussten. Das 15. Album der Band gefällt mir sehr gut, glasklarer Rock mit richtig Dampf dahinter. Einschlafen kann man bei diesen 15. Songs jedenfalls nicht
Ein kleiner Kritikpunkt habe ich allerdings: Meiner Meinung nach ist die Platte den alten Erfolgsalben sehr sehr ähnlich. Scheinbar hat sich da Produzent und Band auf altbewährtes verlassen, damit das Album auch kommerziell ein Erfolg wird. Nach 8 Jahren Pause hätte ich mir auch mal ein, zwei Experimente von AC/DC gewünscht. Andere Blogger, andere Meinungen, weiterlesen auf bischiweb.de, musiktipp24.com und bei Olaf.
Apropo AC/DC, hier eine kleine Excel-Präsentation die man sich unbedingt anschauen sollte. Gefunden über apfelnase.de.
Hier für euch die Playliste:
1. Rock N Roll Train
2. Skies On Fire
3. Big Jack
4. Anything Goes
5. War Machine
6. Smash N Grab
7. Spoilin’ For A Fight
8. Wheels
9. Decibel
10. Stormy May Day
11. She Likes Rock N Roll
12. Money Made
13. Rock N Roll Dream
14. Rocking All The Way
15. Black Ice

Das Cover von Black Ice der Band AC/DC
4 Kommentare | Rock
24. Oktober 2008 von Christin
Schon vor dem Hören des Albums stellte sich mir die Frage, ob der Frontmann von Seeed dem Seeed-Stil treu bleibt oder etwas Neues kreiert hat. Nachdem ich dann seine Singles “Alles Neu” und “Haus am See” gehört habe, war es allerdings schon klar, dass man nichts Neues erwarten darf.
Der Stil von Seeed scheint eindeutig stark beeinflusst von Peter Fox und dementsprechend hört sich auch sein Album an. Seine Lieder haben die Originalität, die man erwartet, allerdings kennt man sie schon von den Liedern der Band. Leider hören sich die meisten Songs gleich an und bist auf Ausnahmen, wie seine Single-Auskopplungen, findet man keine Stücke mit dem gewissen “Wow”-Effekt. Im Gegenteil schaltet man ehr ab und widmet sich anderen Gedanken, bis einem auffällt, dass schon drei Lieder vorbei sind und man keinen Wechsel bemerkt hat.
Ich würde das Album als ein gutes bezeichnen, allerdings nur, um es als nette Hintergrundmusik zu nutzen und sich von tanzbaren Klängen und hauptsächlich Guter-Laune-Musik berieseln zu lassen. Gibt dazu aber auch andere Meinung, und zwar beim beatblogger.de, rtauchnitz.de, munitionen.de und mainstage.de
1. Alles Neu
2. Schwarz Zu Blau
3. Haus Am See
4. Kopf Verloren
5. Das Zweite Gesicht
6. Der Letzte Tag
7. Ich Deine Steine, Du Steine
8. Lok Auf 2 Beinen
9. Stadtaffe
10. Fieber
11. Schüttel Deinen Speck
12. Zucker (Feat. Vanessa Mason)

Peter Fox auf dem Cover von Stadtaffe
11 Kommentare | Reggae