Prinz Pi – Teenage Mutant Horror Show II (Album)

08. September 2009 von Sebastian

Prinz Pi hat ein neues Album auf seinem eigenen Label “Keine Liebe Records” herausgebracht und hat diesmal vor allem Songs parat, die man wohl “Back to the Roots” nennen würde.

Er macht das was er am Besten kann: Gesellschaftskritische, traurige und intelligente Hip-Hop Tracks. So gesehen sind die Songs für ihn eine sichere Bank. Im Vergleich zu “Neopunk” gibt es diesmal wenig Experimente. Aber der Sound ist mit Neopunk sowieso nicht zu vergleichen.

Natürlich ist das Album gut geworden, daran gibt es nichts zu zweifeln. Mir persönlich fehlt da aber die Abwechslung. Es ist eine Spur zu depressiv und traurig. Wo ist ein freudiger Song über seine Tochter? Wo sind abgedrehten, lustigen Songs wie “Nerdhymne” oder “Zünd die Welt an”. Wo sind Experimente? So hätte man “Teenage Mutant Horror Show II” etwas auflockern können. Auf jeden Fall bleibt genug Stoff für weitere Alben in der Zukunft. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon drauf.

Mehr dazu gibt bei rapresent.me, alexDAILYmusic und kritische Töne von weg-eins.de (toller Blog übrigens).

Playlist:

1. Behutsame Einführung feat. E-Rich
2. Meine Reise
3. Illuminati
4. Trümmer
5. Höhlenmensch
6. Minenfeld
7. Engel
8. Die grosse Genozid Show feat. Basstard
9. Fehle
10. Du Hure 2009 Intro (Kissen)
11. Du Hure 2009
12. Der Regenmacher
13. Handeln
14. Fabelhafte Welt der Anarchie feat. Jonarama
15. 3 Minuten
16. Wir ficken die Welt feat. Jamal
17. Der Druck steigt
18. Heimlicher Abgang feat. E-Rich
19. 333SDK – Satans Dicke Kinder

Und das Cover:

Prinz Pi auf dem Cover von Teenage Mutant Horror Show 2

Prinz Pi auf dem Cover von Teenage Mutant Horror Show 2

The Do – A Mouthful

19. August 2009 von Christin

The Do kam in mein Leben, als ich müde im Konzert-Zelt auf dem Hurricane 2009 stand. Eigentlich warteten wir auf eine andere Band, doch irgendwie konnte ich meine Ohren nicht vor der Musik von The Do verschließen. Von der Bühne ging eine gewisse Energie aus, von der ich selbst in der letzten Reihe etwas spüren durfte. Die melancholisch angehauchten Lieder haben trotz, oder gerade weil sie diese ganz besondere Stimmung haben, eine besondere Wirkung auf mich. Wie vielleicht in anderen Artikeln deutlich wurde, muss mich die Musik mitreißen, damit ich ihr Gutes abgewinnen kann. The Do hat es mal wieder geschafft.

Ihre Musik hat mich zum genauen Hinhören und zum Träumen gebracht, obwohl die doch rauszuhörende Indie-Richtung kein Freund von mir ist. Es hört sich nach mehr an, als nach einfachem Pop. Das könnte an den Texten liegen, die die finnische Gruppe mit ihrer leichten aber trotzdem nicht einfachen Musik umtönen. Oder aber an der Abwechslung zwischen Spaß, Melancholie, Verliebt sein usw. Lautes und auch leises Hören ist hier zu empfehlen. Zwischendurch, in kleinen Momenten hat mich die Stimme der Sängerin ein wenig genervt. In den hohen Tönen kommt sich ab und zu leicht quäkig rüber, was allerdings nicht an der Ästhetik des Albums rüttelt. Fazit: Schlicht und Schön.

Zum weiterlesen gibt es diesmal ein Interview auf stylespion.de und weitere Berichte über The Do auf 78s.ch, sonic-reducer.de, lesmads.de und mainstage.de.

Hier die Playlist:

1. In My Box
2. Playground Hustel
3. At Last!
4. On My Shoulders
5. Song For Lovers
6. The Bridge Is Broken
7. Stay (Just A Little Bit More)
8. Unissasi Laulelet
9. Tammie
10. Queen Dot Kong
11. Coda
12. Searching Gold
13. Whe Was I Last Home
14. Travel Light
15. Aha

Cover "The Do - A Mouthful"

Cover "The Do - A Mouthful"

Gossip – Music For Men (Album)

04. August 2009 von Christin

Ein Freund sagte einmal über Gossip:

“Das ist die Band mit der kleinen wütenden Dicken. Die hat immer so eine gewisse Aggressivität in der Stimme…”

Ich konnte mir darunter nix vorstellen. Also hörte ich mir Gossip an. Und ich muss sagen ich bin begeistert!

Die Frau ist klein, dick und anscheinend oftmals auch wütend. Nur dass sich ihre Stimme in meinen Ohren nicht aggressiv anhört, sondern sehr energiegeladen. Es ist wirklich ein Album, dass man sehr laut hören kann ohne leiser drehen zu wollen. Die Energie springt praktisch auf einen über und man kann  nicht still sitzen und will am liebsten laut mitsingen. Allerdings ist es bei der Stimmgewalt der Sängerin Beth Ditto kein leichtes Ding. Sie klingt manchmal so verrückt, wie die Bilder die man findet, wenn man nach dieser Band sucht.

Ich weiß gar nicht wie ich das Album beschreiben soll. Wirklich. Seit langem mal wieder ein Album, dass man so richtig laut hören MUSS und das einem so schnell nicht langweilig wird. Anhören, tanzen, mitsingen, mitgehen und mitgerissen werden… Die Mischung aus Rock, Alternativ und Punk überzeugt!

Eine Kaufempfehlung sprechen auch Chrissie, Walter, Dr. Love, Tobias und Sebastian aus.

Und hier noch die Tracks des Albums:

1. Dimestore Dimand
2. Heavy Cross
3. 8th Wonder
4. Love Longe Distance
5. Pop Goes The World
6. Vertical Rhythm
7. Men In Love
8. For Keeps
9. 2012
10. Love And Let Love
11. Four Letter Word
12. Spare From The World

Cover:

Cover von "The Gossip - Music For Men"

Cover von "Gossip - Music For Men"

Billy Talent – Billy Talent 3 (Album)

25. Juli 2009 von Sebastian

Nicht nur eine, sondern zwei Meinungen gibt es heute erstmals hier auf musiksocke.de über ein Album zu lesen. 2 Meinungen, 1 Album – los gehts.

Sebastian:
Den 5 Jungs aus Kanada ist wieder ein gutes Album gelungen, sie bleiben ihrer Linie treu und man bekommt den gewohnt großartigen “Billy Talent-Sound”. Gelungen finde ich vor allem “Devil On My Shoulder” (Lied 1) und “White Sparrows” (Lied 5).

Kritik gibts nur an einer Stelle des Albums. Auf “Devil On My Shoulder” musste ausgerechnet “Rusted From The Rain” folgen, dass sich unglaublich ähnlich anhört und der Refrain von Sänger Benjamin Kowalewicz exakt gleich betont wird. Beides gute Lieder, aber hätte man nicht “Rusted From The Rain” ans Ende der CD setzen können. Kleiner Schönheitsfehler bei einem rund um gelungenen Album.

Christin:
Eventuell bin ich bei diesem Album ein wenig voreingenommen. Ich habe Billy Talent als eine Emo-Band in Erinnerung, die mich mit ihren Lieder und Videos einfach genervt hat. Dieser erste Eindruck hat sich in gewisser Weise bestätigt. Was immer noch deutlich zu hören ist, ist der Hang zur Melancholie. Ist man mies drauf und fühlt sich von der Welt verarscht, kann man sich dieses Album ohne Probleme reinziehen und einfach mal leiden. Will man aber fröhlich singend durch die Gegend springen, ist nicht so viel auf dem Album zu finden. Und Abwechslung ist für mich ein großer Qualitätspunkt. Für mich leider nicht auf diesem Album zu finden.

Lassen wir mal mein Nicht-Fan-Sein weg, kann man trotzdem jedes Lied der Platte als ein Billy Talent-Lied identifizieren. Für Fans klasse! Also: Ihr mögt Billy Talent? Ihr mögt laute Rock-Musik? Dann los und kaufen. Denn laut ist die Band wirklich am besten!

Weitere Kritiken findet man auch auf ni-c.de, hier, langweiledich.net und hier.

Playlist:

1. Devil On My Shoulder
2. Rusted From The Rain
3. Saint Veronika
4. Tears Into Wine
5. White Sparrows
6. Pocketful Of Dreams
7. The Dead Can’t Testify
8. Diamond On A Landmine
9. Turn Your Back
10. Sudden Movements
11. Definition Of Destiny

Cover:

Das Cover zu Billy Talent 3

Das Cover zu Billy Talent 3

Green Day – 21st Century Breakdown (Album)

09. Juli 2009 von Sebastian

Green Day haben mit “21st Century Breakdown” ein Album herausgebracht, das dem Vorgänger “American Idiot” in nichts nach steht. Ganze 18 (!) Songs haben die Amerikaner aufgenommen und jedes kann qualitativ mit der Single-Auskopplung “Know Your Enemy” mithalten.

Zwar spielen die Jungs immer noch Punk-Rock, doch das Album besticht vor allem durch seine Abwechslung. Fast jeder Stil, jede Musikrichtung findet irgendwo in irgendeinem Song auf der Platte Platz. Ein, zwei Balladen mit klasse Melodien dazu gemischt und fertig ist das Erfolgsalbum. Besonders auffallend: Das Album kann durchgehört werden vom ersten bis zum letzten Lied und kein einziges Mal kommt das Gefühl auf: “So viel Punk-Rock – ich brauch mal kurz was anderes.”. Also eine klare Kaufempfehlung, großartiges Album!

Folgende Rezensionen zum Weiterlesen habe ich gefunden:

Playlist:

1. Song Of The Century
2. 21st Century Breakdown
3. Know Your Enemy
4. ¡Viva La Gloria!
5. Before The Lobotomy [Explicit]
6. Christian’s Inferno
7. Last Night On Earth
8. East Jesus Nowhere
9. Peacemaker
10. Last Of The American Girls
11. Murder City
12. ¿Viva La Gloria? [Little Girl]
13. Restless Heart Syndrome
14. Horseshoes And Handgrenades
15. The Static Age
16. 21 Guns
17. American Eulogy: Mass Hysteria/Modern World
18. See The Light

Cover:

Green Day Cover zu 21st Century Breakdown

Green Day Cover zu 21st Century Breakdown

Lilly Allen – It´s Not Me, It´s You (Album)

02. Juni 2009 von Christin

Wie genau ich auf dieses Album gekommen bin, weiß ich selber nicht so genau. Ich glaube, dass ich unbewusst viel über Lily im Radio und Fernsehen gehört habe. Jedenfalls kam mir plötzlich das Lied “Smile” in den Sinn. Dieses Lied mochte ich damals, 2006, sehr gerne und dachte mir: Was du damals gut gefunden hast, kann doch heute nicht so schlecht sein. Dieses hat sich im Großen und Ganzen bestätigt.

Das Album bietet teilweise verschiedene Musikelemente, wie z.B. in “It´s Not Fair”, das abgesehen vom Video einen gewissen Country-Style enthält. Das gesamte Album ist jedoch eine Pop-Platte, die sich auf einen elektronischen Grund stützt. Und das ist auch mein Kritikpunkt. Viele Lieder könnten das gewisse Etwas haben, wäre da nicht dieses synthetisch Elektronische. Trotzdem durchzieht die ganze Platte eine gewisse Leichtigkeit, die bestimmt zum großen Teil von Lilys Stimme abhängt. Daher kann man sie getrost auflegen, wenn man ein wenig Lust auf ein nettes Popowackeln hat. Ob es sich lohnt dieses Album anzuschaffen, kann ich garnicht genau sagen. Wer allerdings kein Pop-Elektro-Fan ist, sollte die Finger von ihr lassen. Mein Tipp wäre vorher so oder so: trotz Kennen der Singles auch mal in die anderen Lieder reinhören.

Mehr Informationen auf hierbleibich.de. Nicht nur musikalisch macht Lilly Allen Schlagzeile, wie Otto.de berichtet ist sie das neue Chanel Gesicht.

Die Playlist:

1. Everyone’s at It
2. Fear
3. Not Fair
4. 22
5. I Could Say
6. Back to the Start
7. Never Gonna Happen
8. F*** You
9. Who’d Have Known
10. Chinese
11. Him
12. He Wasn’t There

Das Cover:

Das Cover zu Its not me its you von Lilly Allen

Das Cover zu Its not me its you von Lilly Allen

Yala Yala Zootones (Band)

31. Mai 2009 von Christin

Und wieder eine Band die mich dazu bringt doch noch an gute Musik zu glauben. Diese in Hildesheim entstandene Truppe hat bei mir voll ins Schwarze getroffen. Durch ihren gekonnten Umgang mit den Instrumenten haben sie mich und meine Mitmenschen zum Tanzen gebracht. Nicht nur die Musik, sondern auch die Bühnenpräsenz ist wahnsinnig und man kann diese Band wirklich nicht ignorieren. Leider habe ich das Album noch nicht, aber sobald es in meinen Händen liegt, werde ich darüber berichten. Doch ich bin davon überzeugt, dass ich nur Gutes erwarten kann. Der Ska-Jazz der Yala Yala Zootones hat mich in seinen (Tanz-)Bann gezogen.

Wer mehr wissen will, kann sich auf  zootones.de alle nötigen Infos holen. Viel Spaß!

Eminem – Relapse (Album)

19. Mai 2009 von Sebastian

Nach 5 Jahren und dem offiziellen Ende von Eminems Musikkarriere im Rampenlicht kehrt der Rapper mit seinem 6. Studioalbum wieder zurück. Mit dem bedeutungsvollen Titel “Relapse” (deutsch: Rückfall) hat eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Hip-Hops wieder zugeschlagen. Und mein erstes Fazit fällt sehr positiv aus. Eminem überzeugt mit alten Werten und neuen Beats und fällt wieder einmal in die Kategorien: verrückt, ironisch und düster.

Die gewisse Selbstironie und Eminems Humor sind vor allem in den Songs “My Mum” und “Insane” zu finden. Aber auch die anderen Tracks überzeugen und sind nicht mit aller Gewalt für die Top10 der Charts produziert. Die aktuelle Single-Auskopplung “We Made You” bleibt der einzige Song mit “netten und fröhlichen” Beats.

Auch in der Blogosphäre gibt es einige Eminem-Liebhaber, die bis zur Veröffentlichung des Albums mitgefiebert haben und hier gibt es das Cover noch in groß. Auch MC Winkel ist Fan (wie man aus seinem Kommentar auf testspiel.de herauslesen kann).

So die Playlist noch:

1. Dr. West (Skit)
2. 3 A.M.
3. My Mom
4. Insane
5. Bagpipes from Baghdad
6. Hello
7. Tonya (Skit)
8. Same Song & Dance
9. We Made You
10. Medicine Ball
11. Paul (Skit)
12. Stay Wide Awake
13. Old Time’s Sake
14. Must Be the Ganja
15. Mr. Mathers (Skit)
16. Déjà Vu
17. Beautiful
18. Crack a Bottle
19. Steve Berman (Skit)
20. Underground

Und das Cover mit Eminem vorne drauf:

Das Cover von Eminem - Relapse

Das Cover von Eminem - Relapse