Archiv für November 2008

Blumentopf – Musikmaschine (Album)

Samstag, 22. November 2008

2006 haben die Münchner ihr 5. Album veröffentlicht und meiner Meinung auch eines der besten deutschen Hip-Hop Alben. Das 19. Lied auf “Musikmaschine” bringt das Dilemma der Band auf ironische Weise auf den Punkt: Blumentopf gelingt der kommerzielle Erfolg nicht.

Ich würd so gern mal – zwischen Scooter und Mariah Carey
auf Platz 80 sein.

Ich würd so gern mal – mit dem Song von unsrer LP in die Single Charts hinein.

Vielleicht besteht darin der Trick ein richtig gutes Album zu produzieren. Mit Witz und Charme rappen die Jungs über Alltagsprobleme und alles was eine Rolle in ihrem Leben spielt. Intelligente Texte und klasse Beats lassen bei diesem Album keine Langeweile aufkommen. Die 19 Songs sind allesamt großartig, der Kauf von Musikmaschine lohnt sich!

Durchweg eine positive Resonanz gab es auch in der Blogosphäre, wie z.B. hier und hier.

Playlist:

1. Intro Musikmaschine
2. Mehr
3. Du sagst mir
4. Lass die Show
5. Gute Musik
6. Die City schläft
7. Wie soll ich’s dir erklären?
8. Aeiou
9. Profis
10. Ach so
11. Chin Chin
12. Zu talentiert
13. Keine Zeit
14. Du und ich
15. Was du brauchst
16. Horst Intro
17. Horst
18. Dreamteam
19. Platz 80
20. Schweiß
21. Die Bretter, die die Welt bedeuten
22. Ruhetag

Das Cover von Blumentopf - Musikmaschine

Das Cover von Blumentopf - Musikmaschine

Kate Nash – Made of Bricks (Album)

Mittwoch, 19. November 2008

Dieses ist eines meiner liebsten Alben. Kate Nash erzählt mit ihren Lieder Geschichten mit ungewöhnlicher Wortwahl. Bei jedem Hören entdeckt man etwas neues Aufregendes, Trauriges, Nachdenkliches, Lustiges, Intelligentes oder Ironisches. Das Album kann man hören, wie man ein Buch ließt. An manchen Stellen muss man vielleicht genauer hineinlesen ähm hören, um den Inhalt und die eventuelle Bedeutung zu verstehen. Aber vielleicht genau deswegen ist es ein Genuss für Hörer, die gerne mehr hören, als die Mainstream Lieder über Liebe, Leid und Leben.

Auch die musikalisch gute Qualität ist offensichtlich. Die einzelnen Lieder strotzen nur so von dem Talent, welches Kate Nash in kompositorischer Hinsicht an den Tag legt. Vielfalt ist groß geschrieben. Die Krönung des Albums ist die Vereinigung zwischen Wort und Musik, die meiner Meinung nach gegenseitig genau die Stellen hervorheben, die es zu betonen lohnt.

Ähnlich begeistert sind auch Das Textwerk, monoton.at, Mixtape und der Blog von Neo-Networks.de und Culpo.

Und falls euch langweilig ist, bekommt ihr noch ein paar englische Reviews zu Made of Bricks, nämlich hier, hier und hier.

Hier die Playlist:

1. Play
2. Foundations
3. Mouthwash
4. Dickhead
5. Birds
6. We Get On
7. Mariella
8. Shit Song (interlude) / Shit Song
9. Pumpkin Soup
10. Skeleton Song
11. Nicest Thing
12. Merry Happy

Kate Nash Album-Cover von "Made Of Bricks"

SDP – Räuberpistolen (Album)

Montag, 10. November 2008

Aus dem Jahre 2004 stammt das Album “Räuberpistolen” von SDP. Man merkt schnell, dass sich bei SDP alles um den Spaß dreht. Auf das erste Album wurde einfach alles gepackt, was im Studio so aufgenommen wurde.

Die Berliner stellen auch gar nicht den Anspruch in irgendwelchen Charts zu kommen, sie wollen einfach ihre eigene Musik machen. Und das macht sie zu einem echten Geheimtipp, denn Lieder wie “Kein Partyhit” oder “Bananensaft” bleiben wohl jedem im Ohr. Musikliebhaber die sich mal für einen andere Art von deutschem Hip-Hop/Pop interessieren, müssen unebdingt mal reinhören.

Auf der offiziellen Seite von SDP (Stonedeafproduction) gibts Aufkleber, Autogramme und Unterschriften auf der CD. Ich bin jedenfalls großer Fan von SDP geworden und die Krtik zu Album 2 und 3 der Berliner kommt demnächst.

Hier die Playliste:

1. Angriff
2. Kein Partyhit
3. Citydancer
4. Habt euch nicht so
5. Hip Hop ist scheiße
6. Ein Soldat
7. Bananensaft
8. Knichlicht
9. Streitwagen
10. Zappeln
11. Perfektion

SDP und das Cover zu Räuberpistolen

SDP und das Cover zu Räuberpistolen

Deichkind – Arbeit nervt (Album)

Montag, 03. November 2008

Das neue Deichkind-Album beginnt mit einem Krieg der Welten-Dröhnen. Eine geheimnisvolle Atmosphäre für das 4. Album. Und schon nach den ersten 2 Versen ist die eigentliche Richtung des Albums klar:

Hört ihr die Signale?
Die Sauf-Signale?

Es geht um Party, tanzen und saufen. Fast jedes der 14. Lieder kann ohne Probleme abends im Club gespielt werden. Der Erfolg von “Remmidemmi” lässt seine musikalischen Spuren auf dem neuen Album. Lieder wie Arbeit nervt, Metro und Dicker Bauch sind gute Beispiele für abgedrehte Electro-Musik, auf die man einfach feiern muss. Insgesamt ein tolles Album für alle, die auf den “Remmidemmi”-Electro-Sound stehen. Dem abgedrehten Ruf kommen Deichkind jedenfalls voll nach.

Weitere Meinungen gibts bei strate.at, mainstage.de, indiestreber.de, schimäre und im soundbuero.de.

Hier noch die Playliste:

1. Hört Ihr die Signale
2. Dicker Bauch
3. Arbeit Nervt
4. Ich und mein Computer
5. 23 Dohlen
6. Luftbahn
7. Metro
8. Klötersound – Skit
9. Gut dabei
10. Im Raucherzimmer – Skit
11. Travelpussy
12. Hoverkraft
13. Komm rüber
14. Urlaub vom Urlaub

Das Cover zu Arbeit nervt von Deichkind

Das Cover zu Arbeit nervt von Deichkind